Rachenkrebs – Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: In Absprache mit den Narkoseärzten muss der Patient ab dem Abend vor der Operation nüchtern bleiben.

Narkose: Eine Operation im Bereich des Rachens auf Grund eines bösartigen Tumors erfolgt immer in Vollnarkose.

Das OP-Team: Bei einer solchen Operation sind in der Regel mehrere Operateure und ein Assistent erforderlich. Außerdem ist eine Op-Schwester für das Anreichen der Instrumente zuständig. Zusätzlich wird der Patient durch den Narkosearzt während der Vollnarkose überwacht. Dem Narkosearzt geht eine Anästhesiepflegekraft zur Hand.

Dauer der Operation: Die Dauer des Eingriffes ist sehr von dem Ausmaß der Resektion abhängig. Endoskopische Resektionen durch den Mund dauern meist 1-2 Stunden. Operationen von außen insbesondere mit Lappenplastiken können mehrere Stunden dauern.

Rachenkrebs – Die Operation (Teil 2)

Die Operation: Grundsätzlich ist die Entfernung eines Rachenkarzinoms über einen endoskopischen Zugang von einem Eingriff von außen zu unterscheiden.

Bei der endoskopischen Operation wird über den Mund operiert. Dies erfolgt in der Regel mittels eines Laserstrahls. Hierdurch kann die Blutungsneigung bei der Operation vermindert werden und die Operation erfolgt unter Sicht durch ein Operationsmikroskop. Dies erleichtert die Abgrenzung  zwischen Tumorgewebe und gesundem Gewebe und führt zu einer erhöhten Sicherheit der Operation. Kleinere Tumoren im Bereich der Gaumenmandel, des weichen Gaumens und des Zungengrundes sowie des unteren Rachens (Hypopharynx) können hierdurch entfernt werden. Überschreitet der Tumor im Bereich des Rachens eine gewisse Größe oder wächst er ungünstig, ist eine sichere Entfernung über einen endoskopischen Zugang nicht möglich und es besteht die Gefahr, größere Blutgefäße zu verletzen. Daher ist dann eine Operation von außen notwendig.

Bei größeren Tumoren erfolgt die Operation durch den Hals. Hierbei erfolgt eine Inzision (Einschnitt) in die Halshaut, möglichst entlang der gegebenen Hautfalten. Zunächst erfolgt die Ausräumung der Lymphknotenstationen am Hals. Dies kann unter Umständen auf beiden Seiten erforderlich sein. Nun wird von außen der Schlund und Rachen eröffnet und der Tumor wird unter Sicht entfernt. Meist erfolgt hierbei eine sogenannte Schnellschnittdiagnostik, wodurch während der Operation sichergestellt wird, dass der Tumor im Gesunden entfernt wird. Bei Tumoren des unteren Rachens kann bei ausgedehnten Befunden auch die Entfernung des gesamten Kehlkopfes notwendig werden. Bei größeren Tumoren im Bereich der Gaumenmandel oder des Mundrachens kann auch eine temporäre Durchtrennung des Unterkiefers notwendig sein. Der Unterkiefer wird anschließend wieder verschraubt. Bei größeren Tumoren erfolgt eine Rekonstruktion des Schluckweges über Gewebstransplantate. Diese können zum Beispiel vom Unterarm stammen und Teile des Schluckweges ersetzen. Hierfür ist es notwenig, die Blutgefäße des Transplantats mit Blutgefäßen des Halses zu verbinden, um eine Durchblutung des Transplantats zu gewährleisten. Solche Operationen sind aufwendig und erfordern ein spezialisiertes Team.

Mögliche Erweiterung der Operation: Bei ausgedehntem Karzinom des unteren Rachens kann es sein, dass eine Kehlkopfentfernung notwendig ist. Bei ausgedehnten Operationen ist meist ein Luftröhrenschnitt notwendig.

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