Vor der Kehlkopfteilresektion – Der richtige Arzt und Vorbereitungen

Das Arzt-Patienten-Gespräch und die Wahl des richtigen Operateurs:

Offene Kehlkopfteilresektion: Da diese Operation auch in speziellen Zentren nicht sehr häufig durchgeführt wird, ist die Zahl der erfahren Operateure begrenzt. Entsprechend wird der Operateur ggf. eine erneute Untersuchung in Narkose (Panendoskopie) fordern, um die genaue Tumorausdehnung selbst zu beurteilen. Er sollte die Operation mindestens 10-mal durchgeführt haben und mindestens 5 Patienten pro Jahr so behandeln.

Der Patient sollte sich nach dem Ruf des Arztes bei der chirurgischen Tumorbehandlung erkundigen.

Der Arzt muss Facharzt für HNO-Heilkunde sein, ältere Ärzte besitzen ggf. die Zusatzausbildung zur speziellen HNO-Chirurgie, diese wurde aber vor 4 Jahren abgeschafft, so dass jüngere Ärzte diese nicht mehr erlangen können, auch wenn sie die operative Erfahrung besitzen.

Laserchirurgisch/Transorale Kehlkopfteilresektion: Diese Operation sollte in speziell dafür existierenden Zentren durchgeführt werden, da besonders bei laserchirurgischen Eingriffen erfahrene Operateure notwendig sind.

Wird der Patient von einer kleineren Abteilung an ein Zentrum geschickt, muss ggf. die Untersuchung in Narkose (Panendoskopie) nochmals durchgeführt werden, um im Detail und selbst die Tumorausdehnung einschätzen zu können. Er sollte die Operation mindestens 20-mal durchgeführt haben und mindestens 10 Patienten pro Jahr so behandeln.

Informationen für den behandelnden Arzt / Tests und Voruntersuchungen: Die Indikation zu einer offenen oder laserchirurgischen Kehlkopfteilresektion sollte im Rahmen einer Panendoskopie gestellt werden. Hier erfolgen die histologische Sicherung des Tumors und die Beurteilung der Ausdehnung. Zudem sollte eine CT oder MRT-Untersuchung des Halses durchgeführt werden, um die Tiefeninfiltration des Tumors das Risiko von Absiedlungen abschätzen zu können.

Zusätzlich sollte der Patient in der Narkosesprechstunde vorgestellt werden, um das Risiko der Narkose zu beurteilen.

Vor diese Operation sind Standardlaboruntersuchungen empfohlen, zudem muss eine histologische Sicherung des Tumors erfolgen. Eine Eigenblutspende ist nicht notwendig, da jedoch ein Blutungsrisiko besteht wird vor der OP eine Blutgruppenbestimmung angeraten.

Unterlagen, die eingereicht werden müssen, sind: Operationseinwilligung, Narkoseeinwilligung, Impfnachweis besonders für Tetanus.

Einnahme von Medikamenten: Für diese Operation müssen blutverdünnende Medikamente ggf. umgestellt werden. Dies erfolgt in Rücksprache mit den behandelnden Ärzten.

Hinweise vor der Kehlkopfteilresektion

Hinweis vor stationärer Operation: Vor der eigentlichen Operation mit einer Liegedauer von 12-20 Tagen (offene Kehlkopfteilresektion) oder von 3-15 Tagen (Laserchirurgisch/Transorale Kehlkopfteilresektion) erfolgt eine Panendoskopie in Narkose mit einem stationären Aufenthalt von ca. 2 Tagen.

Neben den persönlichen Sachen und Wäsche muss der Patient Schreibutensilien mitbringen, da oftmals ein temporärer Luftröhrenschnitt notwendig ist, was das Sprechen für ca. 5-10 Tage unmöglich macht.

Nach der Behandlung wird der Patient ca. 5 Jahre in der Tumornachsorge weiterbetreut, bevor die Nachsorge an den behandelnden HNO-Arzt abgegeben wird. Eine lebenslange Nachsorge beim HNO-Arzt ist empfohlen.

Angstpatienten: Eine Vorstellung beim Bundesverband der Kehlkopfoperierten e. V. ist angeraten. Hier kann sich der Patient bei Betroffenen über die Folgen der Operation informieren. Zudem steht in den meisten größeren Zentren eine psychoonkologische Betreuungsstelle zur Verfügung.

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