Vitrektomie – Überblick Epiretinale Gliose

Epiretinale Gliose-Operation bzw. Glaskörperentfernung – Alternativen und Heilungschancen

Das Ziel: Das Ziel der epiretinale Gliose-Operation ist die Entfernung der Auflagerungen auf der Netzhaut. Wird eine epiretinale Gliose-Operation nicht durchgeführt, muss man damit rechnen, dass die Auflagerungen zunehmen und dass das darunterliegende Netzhautgewebe zunehmend leidet.

Heilungschancen: Die postoperativen Heilungschancen sind in Abhängigkeit von der Ausprägung der epiretinalen Gliose gut. Die Operation bietet die große Chance, dass sich die Netzhaut postoperativ wieder normalisiert und somit eine Heilung der Erkrankung erfolgt. Bis die Netzhaut sich nach einer erfolgreichen Operation glättet, kann aber Wochen bis Monate dauern. Es ist wichtig, dass sich der Patient hierüber bewusst ist und nicht erwartet, bereits in den ersten Tagen nach der Operation wieder besser sehen zu können.

Alternativen zur Operation: Die mikrochirurgische Entfernung ist die einzige Therapiemöglichkeit für eine epiretinale Gliose.

Entscheidung für die Epiretinale Gliose-Operation bzw. Glaskörperentfernung: Ein epiretinale Gliose sollte operiert werden, wenn es zu einer Reduktion der Sehschärfe oder zur Verzerrung des wahrgenommenen Bildes gekommen ist. Dann bestehen die besten Chancen, das Sehen wieder herzustellen. Wenn eine epiretinale Gliose schon sehr lange besteht, ist die postoperative Prognose schlechter.

Risiken bei der Epiretinalen Gliose-Operation bzw. Glaskörperentfernung

Erkrankungen, die eine Vollnarkose nicht möglich machen, können dazu führen, dass die Operation nicht durchgeführt werden kann. Gegebenenfalls ist es in dieser Situation aber möglich, den Eingriff in einer örtlichen Betäubung durchführen zu lassen.

Wie bei allen Operationen kann es auch bei Augenoperationen zu einer postoperativen Entzündung kommen, wenngleich dieses Risiko als sehr gering einzuschätzen ist. Es kann vorkommen, dass trotz erfolgreicher Entfernung der epiretinalen Gliose keine Besserung der Sehkraft eintritt oder diese sich sogar weiter verschlechtert. Die ist insbesondere dann zu befürchten, wenn die Sehkraft bereits vor der Operation sehr schlecht ist, die Erkrankung schon sehr lange besteht und die Verzerrung der Netzhaut bereits ausgeprägt ist. Wenn bereits Ansätze zu einer Linsentrübung („Grauer Star“) bestehen, kann die Linse bei der gleichen Operation gegen eine Kunstlinse ausgetauscht werden. Wird dies nicht getan, kann sich eine Linsentrübung durch die Operation verstärken, so dass dann zu einem späteren Zeitpunkt eine „Graue-Star“-Operation erforderlich wird. Auch eine Netzhautablösung kann als Folge der Operation auftreten und dann einen weiteren operativen Eingriff erforderlich machen.

Der zuständige Narkosearzt wird den Patienten über sein individuelles Narkoserisiko aufklären.

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