Vor der Operation – Der richtige Arzt und Vorbereitungen


Das Arzt-Patienten-Gespräch und die Wahl des richtigen Operateurs: 
Die Expertise kann an der Länge und der Frequenz des Eingriffs, der Komplikationsrate, der Ausführlichkeit der Aufklärung und des Angebotes zum ambulanten Eingriff gemessen werden. Die Expertise sollte erfragt werden.

Der Patient sollte die Anzahl der Operationen pro Jahr erfragen. Eine hohe personelle Expertise kann auch durch eine hohe Fallzahl erreicht werden. Um die Erfahrung abzuschätzen, sollte der Patient auch nach der Rate des Organerhaltes fragen.

 

Die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) und die „MIC-Stufe“ (Stufenkonzept von I-III) kann interessant sein .Es gibt aber viele sehr erfahrene Operateure ohne Verbandsmitgliedschaft.

Der Arzt kann über seine berufliche Erfahrung hinaus (z.B. Leitender Arzt Gynäkologie) ggf. eine spezielle Qualifikation (Stufenkonzept „MIC“) nachweisen.

Informationen für den behandelnden Arzt / Tests und Voruntersuchungen: Da die Möglichkeit besteht, dass der Eierstock insgesamt entfernt werden muss, sollten Fragen zur Familienplanung und zum Eintritt der Wechseljahre im Vorfeld geklärt werden.

Eine adäquate Blutgerinnung und ein ausgeglichener Elektrolytstatus muss durch Blutentnahme im Vorfeld gesichert werden. Um das Narkoserisiko einzugrenzen, werden vor der Operation EKG, Röntgen etc. durchgeführt. Eine Eigenblutspende ist nicht erforderlich.

Einzureichende Unterlagen: Die Operationseinwilligung inkl. der Narkoseeinwilligung werden im Vorfeld der OP erstellt.

Einnahme von Medikamenten: Bis auf blutgerinnungshemmende und bestimmte Diabetesmedikamente wird die Patientin ihre Medikamente auch am Tag der Operation wie gewohnt einnehmen.

Hinweise vor der Operation

Hinweis vor ambulanter Operation: Findet die OP ambulant statt, muss die Patientin im Vorfeld in der Klinik vorstellig werden (s.o.) und am OP-Tag nüchtern erscheinen. Der Aufenthalt ist von der Verträglichkeit der Narkose abhängig und wird min. drei Stunden betragen. Piercings sollten schon im Vorfeld entfernt werden. Falls nicht, kann das Entzündungsrisiko erhöht sein.

Hinweis vor stationärer Operation: Gepäck wie für eine 3-tägige Reise ist mitzuführen. In der Regel wird die Patientin am Morgen der OP oder am Vortag aufgenommen. Eine Untersuchung durch den Narkosearzt, eine Blutentnahme (s.o.) und ein Aufklärungsgespräch finden statt. Ggf. wir die Notwendigkeit zur OP noch einmal durch eine Untersuchung bestätigt. Eine Säuberung des Bauchnabels und ggf. eine Rasur im oberen Schamhaarbereich kann empfohlen werden. Piercings sollten schon im Vorfeld entfernt werden. Falls nicht, kann das Entzündungsrisiko erhöht sein.

Organisatorisch zu beachten: Da eine Arbeitsunfähigkeit von i.d.R. 3 Tagen besteht, sollte der Arbeitgeber informiert und ggf. eine Kinderversorgung etc. organisiert werden. Zudem muss die Patientin sicherstellen, dass sie am OP-Tag und in der ersten Nacht nach einem ambulanten Eingriff nicht allein zu Hause ist.

Angstpatienten: Ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt wird Ängste durch Information zerstreuen.

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