Trachealstenose / Beseitigung einer Verengung der Luftröhre – Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Neben den bereits dargestellten Vorbereitungen ist wie bei jeder Operation im Kopf-Hals-Bereich am Vorabend bis 22.00 Uhr alles möglich. Anschließend herrscht absolutes Nüchternheitsgebot.

Narkose: Es wird eine Vollnarkose durchgeführt. In Abhängigkeit der Ausprägung der Stenose wird anfangs ein entsprechend dünner Beatmungsschlauch eingeführt, der dann später durch einen größeren ersetzt werden muss. Dies erfolgt nach Eröffnung der gesunden Luftröhre unterhalb der Stenose. Nach Entfernung der Stenose würden dann die Tracheaenden am besten direkt über dem liegenden Beatmungsschlauch zusammengenäht. Die Narkose wird, wie bereits angesprochen, bis zum Folgetag verlängert, da es sinnvoll ist, mit dem Zug des Beatmungsschlauches einen Tag zu warten. Nach einem Tag kann man davon ausgehen, dass die Naht hält und keine Blutungen in die Luftröhre hinein bzw. um die Luftröhre herum zu erwarten sind. Darüber hinaus ist die absolute Ruhigstellung bis zum Folgetag für die Stabilisierung der Wundverhältnisse von Vorteil. Die Operation dauert in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden.

 

Das OP-Team: Während er Operation ist der Operateur, zwei Assistenten, der Narkosearzt, die instrumentierende OP-Schwester und eine Anästhesieschwester anwesend.

Dauer der Operation: Die Operation dauert in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden.

Trachealstenose / Beseitigung einer Verengung der Luftröhre – Die Operation (Teil 2)

Die Operation: Im Folgenden soll eine Tracheaquerresektion beschrieben werden. Hierbei wird der Hals oberhalb des Brustbeins quer auf einer Strecke von 6 cm eröffnet. Manchmal ist ein zweiter Schnitt senkrecht nach unten, direkt auf das Brustbein, notwendig. Nach Darstellen der Halsmuskulatur wird diese, von der Mittellinie aus, nach seitwärts verlagert und die Schilddrüse, falls auf der Luftröhre liegend, verschoben. Dann wird nach Freilegung der Luftröhre die Stenose von außen dargestellt und der zu entfernende Stenosebereich komplett freigelegt. Es ist wichtig, dass nur der Stenosebereich auch von hinten freigelegt und von der Speiseröhre getrennt wird. Die intakten Tracheaanteile sollten im hinteren und seitlichen Bereich mit genügend Gewebeanbindung belassen werden, da die Durchblutung der Luftröhre von der unteren Seite her kommt und sich relativ eng an den Spangensegmenten orientiert. Bei unachtsamer Präparation kann es zu Durchblutungsstörungen der Luftröhre kommen, die dann die Heilung behindern. Nach Freilegung der Stenose wird die Luftröhre oberhalb der Stenose eröffnet. Der Beatmungsschlauch wird kontrolliert und dann auf dem Beatmungsschlauch die Stenose längs aufgetrennt. Hierdurch wird es möglich, auch das untere Ende zu erkennen und dann unter Sicht den gesamten Stenosekörper mitsamt der Hinterwand zu entfernen. Die intakten Enden der Luftröhre, die jetzt nur noch über den Beatmungsschlauch verbunden sind, werden nun zusammengefügt und mit Einzelknopfnähten (Vicryl) verschlossen. Die Naht muss spannungsfrei geschlossen werden. Um diese Spannungsfreiheit herzustellen, wird der Kehlkopf notfalls mobilisiert und die untere Trachea freigelegt. In der Regel bekommt man durch diese Maßnahmen Defekte von bis zu 8 cm verschlossen. Anschließend wird Wasser in die Operationshöhle eingefüllt und Luft in die neu verschlossene Luftröhre eingeblasen. Steigen keine Blasen auf, ist dies ein sicherer Hinweis für den luftdichten Abschluss der Luftröhre. Schließlich wird die Muskulatur über der Luftröhre wieder vereint und die Haut vernäht. Um Einblutungen zu verhindern, werden Saugdrainagen für 2 Tage in die Wunde gelegt.

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