Lumbale Spinalkanalstenose – Vor der Operation

Lumbale Spinalkanalstenose – Arztwahl / Wahl
des richtigen Operateurs:
Die
operative Dekompression einer Spinalkanalstenose stellt an den Operateur
erheblich mehr Anforderungen als bei der Entfernung eines
Bandscheibenvorfalles. Das richtige Maß bei den Fräsarbeiten im Spinalkanal
setzt eine langjährige Erfahrung voraus. In jedem Fall sollte die Operation
unter dem Operationsmikroskop durchgeführt werden. Die alte Technik der
Laminektomie ist inzwischen obsolet.

Voruntersuchungen / Informationen für den
Arzt:
Wichtig für den Operateur sind
in jedem Fall Hinweise, ob der Patient blutverdünnende Medikamente einnimmt.
Eine Marcumarisierung schließt einen operativen Eingriff in jedem Fall aus.
Hier muss im Vorfeld bereits durch den Hausarzt eine Umstellung auf Heparin
erfolgen. Unter Heparinisierung ist ein operativer Eingriff möglich. Dies muss
mit dem Patienten bereits im Vorfeld besprochen werden. Ebenso ist es wichtig
zu erfragen, ob der Patient Diabetiker ist. Bei der Einnahme von Metformin muss
dieses mindestens einen Tag vor der Narkose abgesetzt werden. Ansonsten gelten
die üblichen Vorbereitungskriterien für eine Operation, d. h. kardiologische
und pulmonale Voruntersuchungen bei Vorerkrankungen sind nötig. Hilfreich bei
Patienten mit Herzerkrankungen ist ein vorliegender ärztlicher Bericht eines
Kardiologen, der auf mögliche Risiken bei einem eventuell nötigen operativen
Eingriff hinweist.

Wichtig ist auch der Hinweis, dass die vorhandenen Röntgenbilder, sei es
ein MRT, CT oder Nativröntgen, unbedingt zur stationären Aufnahme mitgebracht
werden müssen.

Einnahme von Medikamenten: Die bestehende Schmerzmedikation kann bis zum
Operationstag beibehalten werden. Bereits bei dem ersten Kontakt mit dem
Patienten sollte darauf hingewiesen werden, dass Aspirin mindestens eine Woche,
Metformin mindestens einen Tag vor dem operativen Eingriff abgesetzt werden
soll.

Bei Angst vor der Operation: Ein ruhiges Gespräch und eine fundierte Aufklärung
wird dem Patienten sicherlich die mögliche Angst vor dem Eingriff nehmen.
Hilfreich ist es auch, den Patienten darauf hinzuweisen, dass er in der Regel
nicht in seinem gewohnten Bett, sondern auf der Aufwachstation aufwacht. Dort
findet sich eine Schwester in unmittelbarer Nähe und kann bei Bedarf die
Schmerzmedikation anpassen.

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