Cholesteatom – Symptome und Ursachen

Ursachen und Symptome: Die Ursache der Erkrankung ist nicht im Detail verstanden. Zur Entwicklung des Cholesteatoms muss Plattenepithel aus dem Gehörgang in das von Schleimhaut ausgekleidete Mittelohr einwachsen und verursacht hier eine Entzündung. Somit sind häufige Befunde, die die Entwicklung eines Cholesteatoms begünstigen, ein Loch im Trommelfell (Perforation) oder eine unzureichende Belüftung des Mittelohres (Tubenventilationsstörung). Beide Vorbedingungen existieren häufiger, wenn schon als Kind gehäuft Mittelohrentzündungen bestanden.

Symptome, die auf ein Cholesteatom hinweisen können, sind ein stinkend riechender Ohrausfluss (foetide Otorrhoe), eine fortschreitende Schwerhörigkeit sowie selten Schwindel, Gesichtslähmung, Taubheit des betroffenen Ohres, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber.

Cholesteatom – Diagnose / Differenzialdiagnose

Diagnose / Differenzialdiagnose: Die Diagnose wird in der Regel vom Hals-, Nasen-, Ohrenarzt gestellt. Hier erfolgt zunächst die Erhebung der Anamnese und es ist besonders wichtig, nach vorangegangenen Ohroperationen und ohrbedingten Symptomen zu fragen. Es erfolgt anschließend die klinische Untersuchung. Dabei kann ein aktuell nicht entzündetes Cholesteatom sicher erkannt werden. Bei Infektionen der Perlgeschwulst wird der Arzt lediglich die resultierende Sekretion aus dem Ohr und ggf. einen entzündlichen Polypen im Gehörgang als indirekten Hinweis auf das Vorliegen eines Cholesteatoms sehen. Im Hörtest erscheint häufig eine Schallübertragungsschwerhörigkeit, die auch mit einer Innenohrschwerhörigkeit kombiniert sein kann.

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