Aortenklappenrekonstruktion – Vor der Operation

Vor der Operation – Der richtige Arzt und Vorbereitungen

Das Arzt-Patienten-Gespräch und die Wahl des richtigen Arztes / Chirurgen: Die Undichtigkeit der Aortenklappe kann mit dem Stethoskop von jedem Arzt erkannt werden. Die exakte Diagnose kann der Herzspezialist (Kardiologe) mit der Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) stellen. Der Kardiologe kann Begleiterkrankungen erkennen, ab einem Alter von 40 bis 50 Jahren wird er eine Herzkatheteruntersuchung oder andere Untersuchung der Herzkranzgefäße empfehlen.

Alle Kardiologen arbeiten mit einem oder mehreren chirurgischen Kliniken zusammen, die die operative Behandlung durchführen. Häufig gibt es spezialisierte Chirurgen, die sich als Schwerpunkt mit Herzklappenerkrankungen beschäftigen. In der Diskussion zwischen Chirurg und Kardiologe wird sich häufig herausstellen, ob eine Rekonstruktion möglich bzw. sinnvoll ist.

Informationen für den Chirurgen / Tests und Voruntersuchungen: Der Chirurg muss möglichst exakte Informationen über die Aortenklappe und den Anfangsteil der Aorta haben. Wichtig ist auch das Ergebnis der zuvor durchgeführten Untersuchungen, wobei sich der Chirurg vor allem die Bilder der Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) ansieht.

Mithilfe einer Echokardiographie kann das Bestehen einer Aortenklappeninsuffizienz festgestellt werden. Genaue Informationen erhält man meist durch ein Schluckecho (transösophageale Echokardiographie). Liegt eine Erweiterung der Aorta vor, so kann diese z.B. mit Kernspin-Tomographie genau dokumentiert werden.

Besteht aufgrund von Alter, Vorgeschichte oder anderer Risikofaktoren ein erhöhtes Risiko für Verengungen von Herzkranzgefäßen, so kann eine Herzkatheteruntersuchung erforderlich sein.

Einnahme von Medikamenten: Die vor der Operation eingenommenen Medikamente werden normalerweise vor und nach der Operation weiterhin eingenommen. Nach der Operation wird der behandelnde Chirurg entscheiden, die Medikamente möglicherweise an die Situation nach der OP entsprechend anzupassen. Nach der Operation wird oft die Einnahme von Aspirin für 2 Monate empfohlen.

Hinweis vor stationärer Operation: Die Aufklärung beinhaltet alle wesentliche Vor- und Nachteile einschließlich möglicher Risiken für den individuellen Patienten. Selbst wenn eine Rekonstruktion mit hoher Wahrscheinlichkeit durchführbar sein wird, so können sich bei der Operation überraschende Aspekte ergeben, die eine neue Entscheidung erforderlich machen. Es ist somit wichtig, neben der geplanten Rekonstruktion auch eines der möglichen Ersatzverfahren als Ausweich-Plan zu besprechen.

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