Prostatakrebs – Medizinisches Glossar auf Operation.de

Prostatakrebs – Radikale Prostatektomie (Urologie) – Medizinisches Glossar

Die Radikale Prostatektomie bezeichnet eine komplette Entfernung der Prostata. Sie wird bei Prostatakrebs bzw. Prostatakarzinom angewandt, wenn andere Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind oder nicht den nötigen Erfolg versprechen. Der Eingriff wird unter Vollnarkose sowie stationär durchgeführt, wobei mit einem Klinikaufenthalt von drei bis zu zehn Tagen zu rechnen ist. Die Radikale Prostatektomie gehört in die Hände eines erfahrenen Facharztes für Urologie. Je nach Ausgangssituation und gewählter Behandlungsmethode kann die Operation mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Prostatakrebs: Häufigkeit, Ursachen, Symptome

Prostatakrebs stellt die mit Abstand häufigste Krebserkrankung beim Mann dar. Hierbei wird dem Namen entsprechend die Prostatadrüse von Krebs befallen. Die Drüse umschließt die Harnröhre, sie ist unter anderem für die Bildung der Samenflüssigkeit zuständig. Besonders heimtückisch an der bösartigen Krebserkrankung: Sie macht oft erst sehr spät Beschwerden. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sehr empfehlenswert. Ist der Krebs bereits stärker fortgeschritten, dann können Symptome wie Schmerzen und Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin auftreten. Diagnostiziert wird die Erkrankung unter anderem durch eine Tastuntersuchung, je nach Bedarf durch zusätzliche Ultraschallverfahren, Blut- und Gewebeproben.

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Prostatakrebs sind nicht eindeutig geklärt. Generell gibt es offenbar eine genetische Prädisposition für diese Krebserkrankung. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle.

Behandlungsmöglichkeiten: Radikale Prostatektomie und mögliche Alternativen

Da die Prostatadrüse bei Krebs meist an mehreren Stellen bzw. vollständig befallen ist, wird sie bei einem operativen Eingriff in der Regel komplett entfernt. Insofern gibt es keine operative Alternative zur Radikalen Prostatektomie. Zur Entfernung werden heute, soweit möglich, immer häufiger minimal-invasive Verfahren („Schlüssellochchirurgie“) angewandt. Bei sehr bösartiger Krebserkrankung ist die Komplettentfernung oft die Methode der Wahl. Darüber hinaus können aber auch Strahlentherapien durchgeführt werden. Bei entsprechender Ausgangssituation ist eventuell ein Abwarten mit regelmäßigen, engmaschigen Kontrollen möglich.

operation.de – Operationen nach Körperregionen

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