Otoplastik – Alternativen und Erfolgsrate / Erfolgschancen

Grund und Ziel der Operation: Ziel einer Ohrkorrektur ist es, das
Abstehen des Ohres auf ein Normalmaß zu reduzieren. Dies bringt bezüglich der
Funktion des Ohres keinerlei Veränderung mit sich, jedoch erleichtert die
Formkorrektur unter Umständen die
soziale Interaktion mit den Mitmenschen. Studien zeigen, dass Menschen nach
formkorrigierenden Ohreneingriffen selbstbewusster und offener gegenüber Mitmenschen
auftreten.

Vorteile
und Nachteile der gewählten Operation:
Die Otoplastik ist technisch sicher und kann in einem
verhältnismäßig kurzen Eingriff erfolgen. Bei erwachsenen Patienten erfolgt die
Operation in örtlicher Betäubung. Die Patienten können kurz nach dem Eingriff
nach Hause entlassen werden. Es wird für eine Woche ein Kopfverband angepasst,
danach wird lediglich zur Nacht das Tragen eines Stirnbandes empfohlen.

Alternativen
zu dieser Operation:
Unter
Umständen kann ein unmittelbar nach der Geburt aufgefallenes abstehendes Ohr durch
Klebeverbände über mehrere Wochen korrigiert werden. Diese Behandlung sollte
jedoch von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Dieser nicht-operative
Ansatz muss jedoch in den ersten Lebenstagen begonnen werden, da danach die
Formbarkeit des Knorpels abnimmt. Eventuell verbleibt trotz rechtzeitig
begonnener Klebeverbandbehandlung eine operationswürdige Fehlstellung.

Heilungschancen
/ Erfolgschancen:

Die adäquat durchgeführte Otoplastik führt zu zuverlässigen und dauerhaften
Ergebnissen. Bei antiquierter Technik oder mangelhafter Durchführung können
sichtbare Formunregelmäßigkeiten oder Knorpelkanten entstehen.

Entscheidung für die Operation: Unter Berücksichtigung der möglichen
psychischen Beeinträchtigung durch Hänseleien wird eine Ohrkorrektur vor der
Einschulung empfohlen. Bei Kindern sollten diese selbst den Wunsch zur
Korrektur mittragen. Eine Korrektur zu jedem späteren Zeitpunkt im Leben ist selbstverständlich
immer möglich.

Typischerweise erfolgt die Operation
im 5. Lebensjahr. Zu diesem Zeitpunkt ist das Wachstum des Ohres im
Wesentlichen beendet und der Knorpel ist noch weich und gut formbar. Ein Fehlen
in der Schule wird vermieden und das Kind wird bei der Einschulung mit einer
normalen Ohrform integriert. Bei Erwachsenen gilt es jedoch durch eine entsprechende
Auswahl des Operationsverfahrens der härteren Beschaffenheit des gereiften
Ohrknorpels Rechnung zu tragen.

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