Mammahypertrophie – Ursachen, Folgen und Diagnose

Ursachen: Ursachen für Mammahypertrophie können sein …

  • Veranlagung
  • Schwangerschaft
  • Erhöhtes Gesamtkörpergewicht

Die Brustgröße kann bei Frauen unabhängig vom
Gesamtkörpergewicht u.a. seit der Pubertät anlagebedingt deutlich erhöht sein.
Entscheidend ist auch der Anteil an Brustdrüsengewebe im Vergleich zum
Fettgewebe der Brust. Der Anteil am schwereren Drüsengewebe ist bei jüngeren
und schlanken Frauen üblicherweise höher.

Durch die Schwangerschaft nimmt die Brustgröße hormonell
bedingt in der Regel deutlich zu. Nach der Schwangerschaft geht das
Brustwachstum in den meisten Fällen wieder zurück. Durch die langanhaltende
Vergrößerung beider Brüste wird der Hautmantel in der Regel so gedehnt, dass
sich die Brustform vor allem nach mehreren Schwangerschaften zunehmend hängend
gestaltet.

Die Brust besteht neben dem Hautmantel im Wesentlichen
aus Brustdrüsengewebe und Fettgewebe. Mit zunehmendem Körpergewicht nimmt auch
der Fettanteil der Brust zu, so dass übergewichtige Frauen auch meist unter
vergrößerten Brüsten (Mammahyperplasie / Mammahypertrophie, Makromastie)
leiden.

Symptome / Folgen: Die klassischen Symptome einer
Mammahypertrophie sind chronische Schulterverspannungen und Nackenverspannungen,
oft einhergehend mit häufig auftretenden Kopfschmerzen bis hin zu
Migräneanfällen. In der Regel bestehen Schmerzen im Hals- und Brustwirbelbereich
mit zunehmenden Haltungsschäden, die
über Jahre zu einer chronischen und irreversiblen Wirbelsäulendegeneration
führen können und behandlungsbedürftig sind. In ausgeprägten Fällen können
Gefühlsstörungen an den Fingern auftreten. Durch das oft erhebliche Gewicht der
Makromastie sind in der Regel Schnürfurchen durch das Einschneiden des BH’s an
den Schultern zu sehen. Gerade im Sommer kommt es durch vermehrtes Schwitzen im
Bereich der Unterbrustfalte zum Auftreten von entzündlichen Hautveränderungen.
Unabhängig von den körperlichen Beschwerden stehen viele Frauen wegen ihrer
Mammahypertrophie unter erheblichem, psychischem Leidensdruck.

Diagnose /
Differenzialdiagnose:
Die Diagnose Mammahyperplasie, Mammahypertrophie bzw. Makromastie ergibt
sich zum einen aus der Anamnese, zum anderen aus einer sorgfältigen
Befunderhebung mit körperlicher Untersuchung. Je nach Brustgröße und bestehendem
Hautüberschuss kann zwischen unterschiedlichen Operationstechniken zur
Mammareduktionsplastik gewählt werden, die der Operateur sorgfältig abwägen und
ausführlich mit der Patientin besprechen sollte.

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