Kreuzbandriss – Diagnose und Differenzialdiagnose

Häufig treten vordere Kreuzbandrisse in Kombination mit Begleitverletzungen des Kniegelenkes auf. So ist häufig das Innenband oder
auch der Meniskus bzw. der Knorpel geschädigt. Zur Diagnosefindung wird zunächst das Gelenk untersucht.

Bei Kreuzbandrissen findet man in den meisten Fällen keine äußeren Verletzungszeichen. Über verschiedene Stabilitätstests des Kniegelenkes,
wie z.B. der sogenannte Schubladentest oder der Rotationsschubladentest sowie dynamische vordere Subluxationstests
(bei denen ein Schnapphänomen im Kniegelenk ausgelöst wird), kann der Arzt in aller Regel eine Insuffizienz (fehlende Funktion) des
vorderen Kreuzbandes und auch Begleitverletzungen diagnostizieren.

Beim Verdacht auf eine vordere Kreuzbandruptur wird, wenn
auch eine knöcherne Verletzung im Raum steht, eine Standard ? Röntgenaufnahme des Kniegelenkes in zwei Ebenen durchgeführt.
Eine Computertomographie ist zur Darstellung einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes nicht geeignet. Die genaueste Methode zur
Diagnostik von Bandverletzungen ist die Kernspintomographie (Magnet Resonanz Tomographie, MRT). Mit dieser Technik ist auch eine
genaue Beurteilung von Begleitverletzungen möglich. Über 90% der Kreuzbandverletzungen können mit der Kernspintomographie
diagnostiziert werden (siehe auch » vor der Operation Kreuzbandplastik).

Als Differenzialdiagnose der vorderen Kreuzbandruptur (Kreuzbandriss) kommt eine Verletzung der Seitenbänder, eine
Verletzung des hinteren Kreuzbandes, eine Knorpelverletzung bzw. eine Meniskusverletzung in Frage.

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