Fibromyalgie – Medizinisches Glossar

Der Begriff Fibromyalgie setzt sich zusammen aus dem
lateinischen Wort für Muskel sowie den griechischen Wörtern für Faser und
Schmerz. Entsprechend bezeichnet die Krankheit einen chronischen Muskel-Faser-Schmerz.
Betroffene leiden unter dauerhaften Schmerzen in der Muskulatur, wobei die
betroffenen Regionen wechseln können. Zu unterscheiden ist die Fibromyalgie mit
rheumatischen Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können.
Allerdings handelt es sich bei der Fibromyalgie nicht um einen entzündlichen
Prozess.

Diagnose und typische Beschwerden

Die Diagnose dieser Erkrankung ist, wie bereits angedeutet,
nicht ganz einfach. Denn die Symptome bzw. Schmerzen können sich zum einen auch
während der Krankheit verändern, zum anderen haben sie einige Ähnlichkeit zu
anderen Krankheitsbildern. Außerdem sind etliche Beschwerden, insbesondere
Begleitsymptome wie Müdigkeit, Migräne, Abgeschlagenheit, Schwellungen an
Händen und Füßen, Schlaf- oder Konzentrationsstörungen, Magen- und
Darmbeschwerden sowie mitunter starken Verspannungen relativ diffus. Nicht
selten haben Betroffene also eine regelrechte Arzt-Odyssee hinter sich, bis die
Diagnose Fibromyalgie gestellt wird. Ein mögliches Diagnosekriterium stellen
die sogenannten „tender points“ dar: Wird Druck auf diese ausgeübt, dann
verspüren Betroffene oft einen sehr spezifischen, deutlichen Schmerz. Daneben
werden auch die Begleitsymptome sowie natürlich die typischen Schmerzen in
Sehnen und Sehnenansätzen der Weichteile zur Diagnose herangezogen.

Behandlung der Fibromyalgie

Die Ursachen für die Krankheit sind weitestgehend unklar.
Entsprechend schwierig gestaltet sich auch die Behandlung, da man nur
symptomatisch ansetzen kann. Üblicher Weise wird Betroffenen heute eine moderne
Schmerztherapie empfohlen, die verschiedene Methoden umfasst (multimodal).
Dabei kommen häufig spezifische Medikamente, sowohl Schmerzmittel als auch zum
Beispiel muskelentspannende Mittel und/oder Antidepressiva zum Einsatz.
Begleitend können Sportprogramme, auch Entspannungsübungen, Biofeedback und
weitere allgemeine Angebote zur Bewältigung der belastenden Situation zum
Einsatz kommen.

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