Cholesteatom Operation – Vorbereitung zur OP

Wahl des richtigen Operateurs: Beim
Aufklärungsgespräch sollten alle OP-Risiken, so unter anderem auch die
unzureichende Wiederherstellung eines guten Hörvermögens und die eventuelle Notwendigkeit weiterer Operationen,
angesprochen werden. Weiterhin angesprochen werden sollten seltene
Komplikationen wie Gesichtslähmung, Geschmacksstörung, Schwindel, Tinnitus und
Verschlechterung des Hörvermögens bis zur Ertaubung. Der behandelnde Arzt wird außerdem
darüber informieren, dass es keine echten Alternativen zur Operation bei
Cholesteatomen gibt.

Die
Qualifikation für Operationen bei Cholesteatomen ergibt sich aus der Zahl der
durchgeführten Operationen.

Tests und Voruntersuchungen /
Informationen für den behandelnden Arzt:
Vorerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen,
Medikamenteneinnahme und die sonstige gesundheitliche Vorgeschichte werden von
dem behandelnden Arzt erhoben. Im Gespräch mit dem Anästhesisten werden Risiken
angesprochen, die für die Vollnarkose eventuell von Bedeutung sind.

Vor der Operation
werden Routinelaboruntersuchungen durchgeführt. Weiterhin werden audiologische
Untersuchungen durchgeführt, um sich ein genaues Ausmaß der Schwerhörigkeit zu
machen. Weiterhin wird ein Röntgenbild des Felsenbeins oder eine
Computertomographie des Schädels zur Beurteilung des Ausmaßes der
Perlgeschwulst durchgeführt. Eine Eigenblutspende ist nicht anzuraten.

Besitzt der
Patient weitere wichtige Unterlagen, bspw. zu vorausgegangenen Operationen,
Nachweis über chronische Krankheiten, Ausweis über Implantate, Ausweis über
Schrittmacher etc., sollten diese vor der Operation ebenfalls eingereicht
werden. Eine besondere Bedeutung kommt bei Ohroperation den Unterlagen, die im
Rahmen der Voroperation zur Verfügung stehen, zu.

Einnahme von Medikamenten: Werden Blutgerinnungsmedikamente
eingenommen, sollte Rücksprache mit dem Hausarzt gehalten werden, da die
Medikamente vor der Operation abgesetzt werden. Werden Medikamente wegen
chronischer Krankheiten eingenommen, sollte diese in Absprache mit dem
Anästhesisten entsprechend am Morgen der OP eingenommen / weggelassen werden.

Hinweis vor stationärer Operation: Vor der Operation muss der Patient in der
Regel nüchtern bleiben. Der Patient wird anschließend durch die Abteilung
Anästhesie in Vollnarkose gebracht. Nach der Operation ist ein mehrtägiger, stationärer
Aufenthalt die Regel, weil Operationen wegen Cholesteatomen nicht selten nach
der Operation mit Schwindelbeschwerden verknüpft sind. Häufig ist auch eine
mehrtägige intravenöse Antibiotikabehandlung aufgrund der entzündlichen Natur
der Perlgeschwulst nach der Operation notwendig. Nach der Entlassung aus dem
Krankenhaus besteht meist noch für 1 bis 2 Wochen Arbeitsunfähigkeit.

Eine besondere Vorsorge
muss nicht getroffen werden.

 

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