Cholesteatom des Ohres – Definition und Fakten

Operationsname bzw. Definition: Operation zur Behandlung des Cholesteatoms (Synonym:
Perlgeschwulst, Zwiebelgeschwulst) des Ohres / Bei Einwucherung von
Plattenepithel aus dem Gehörgang in das Mittelohr entsteht nachfolgend eine
chronisch-eitrige Entzündung des Mittelohres. Die resultierende chronische
Mittelohrentzündung wird beim Cholesteatom auch als chronische Knocheneiterung
bezeichnet. Das Cholesteatom wird durch eine Operation behandelt, hierfür
existieren verschiedene Operationstechniken zur Wiederherstellung des
Hörvermögens.

Hintergrundinformationen: Operationen
zur Behandlung von Cholesteatomen wurden bereits in der Vor-Antibiotika-Ära und
vor der Verwendung von Operationsmikroskopen durchgeführt. Beispielsweise wurde
der berühmte Archäologe Schliemann zu Ende des 19. Jahrhunderts bereits an
einem Cholesteatom operiert, verstarb jedoch später an den Folgen der
Erkrankung. Anfang des 20. Jahrhunderts nahm dann die Entwicklung der
Möglichkeiten zur Behandlung von Cholesteatomen, durch Einführung
mikrochirurgischem Instrumentariums sowie dem Beginn der Antibiotikaära nach
dem 2. Weltkrieg, einen rasanten Fortschritt. Wesentliche Operationstechniken
wurden im angloamerikanischen und deutschen Sprachraum Anfang des 20.
Jahrhunderts entwickelt.

Facharzt dieser Operation: Operationen
zur Sanierung von Cholesteatomen werden von Hals-, Nasen-, Ohrenärzten
durchgeführt.

Häufigkeit pro Jahr: In großen Hals-, Nasen-, Ohrenkliniken
werden Operationen bei Cholesteatomen häufig durchgeführt, weil Cholesteatome
zu den häufigen Mittelohrerkrankungen gehören. In spezialisierten Zentren wird
diese Operation unter Umständen häufiger als einmal in der Woche, d.h. über 50
Operationen im Jahr, durchgeführt.

Stationär / Ambulant: Die Operation wird in der Regel unter
stationären Bedingungen angeboten.

Kosten der Operation und Kostenübernahme
durch die Krankenkasse:
Die
Kosten der OP sind von mittels DRG-Pauschalen erzielbaren Einnahmen für das
Krankenhaus abhängig. Die Krankenkasse kommt für die Kosten der Operation auf.
Es handelt sich um eine medizinisch notwendige Maßnahme.

 

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