Vor der Operation – Der richtige Arzt und Vorbereitungen

Das Arzt-Patienten-Gespräch und die Wahl des richtigen
Operateurs:
Die
Anzahl der im Jahr von einem Arzt durchgeführten Operationen bringt einen guten
Anhalt für die Erfahrung des Arztes bei dieser Operationstechnik. Nur wenn der
Operateur über mehrere Jahre hinweg zumindest 20 Eingriffe pro Jahr
durchgeführt hat, ist von einer guten Kenntnis auf diesem Gebiet auszugehen.
Gerade bei einem ambulanten Vorgehen sollte auch das Verhalten bei einem
Notfall (Nachblutung, Entzündung) in der Nacht oder am Wochenende nach der
Operation
geklärt werden. Durch konkrete Hinweise (Welches Krankenhaus? Welche
Telefonnummer?) können Verzögerungen vermieden werden.

Tests und Voruntersuchungen / Informationen
für den behandelnden Arzt:
Innerhalb der Vorbereitung zur Refertilisierungsoperation finden
kleinere Untersuchungen statt. Bestehen beim Patienten keine Einschränkungen
bezüglich der körperlichen Belastbarkeit und liegen aus der bisherigen
medizinischen Vorgeschichte keine medizinischen Probleme vor, werden eine
körperliche Untersuchung und dazu meistens eine Blutabnahme durchgeführt. Die
Blutabnahme dient zur Bestimmung der bzgl.
der Blutstillung wichtigen Blutplättchen (Thrombozyten) und des Quick- bzw.
INR-Wertes.

Eine Eigenblutspende ist
nicht erforderlich.

Einnahme von Medikamenten: Medikamente,
die der Patient bisher einnimmt, können auch weiterhin eingenommen werden.
Ausnahmen sind hier jedoch blutverdünnende
Medikamente und bestimmte Diabetesmedikamente. Diese Medikamente müssen
abgesetzt und eventuell durch andere Medikamente ersetzt werden. Der Patient darf
das nicht eigenhändig machen, sondern muss dazu seinem verordnenden Arzt
Rücksprache halten.

Hinweis vor der OP: Der Patient wird mind. einen Tag vor der OP zur Refertilisierung aufgeklärt,
mündlich und schriftlich. Hier werden sowohl die Operation als auch die in
Frage kommenden Risiken erneut und im Detail besprochen. Eine dazugehörige
Dokumentation zur Aufklärung muss vom aufklärenden Arzt und vom Patienten unterschrieben
werden.

Weiterhin
bespricht der Patient mit dem Anästhesisten (Narkosearzt) die für die
entsprechende Operation notwendige Narkose.

Wurde ein stationärer Aufenthalt vereinbart, so
dauert dieser meist ein oder zwei Nächte. Nach einer Operation auf ambulanter
Basis sollte zunächst eine Ruhezeit von wenigstens 3 Stunden eingehalten
werden. Wegen der Narkose darf der Patient am Operationstag selber nach dem
Eingriff kein Auto mehr fahren.

operation.de – Operationen nach Körperregionen