Nephrektomie – Nierenentfernung bei Nierentumor / Nierenkrebs (Urologie) – Medizinisches Glossar

Bei der Nephrektomie wird die Niere komplett operativ
entfernt. Dieses Verfahren wird bei Nierenkrebs und nur dann durchgeführt, wenn
sie alternativlos bzw. medizinisch besonders sinnvoll erscheint. Dabei kann die
Nephrektomie selbst bei Tumoren mit Metastasen noch einen deutlichen Vorteil
für den Betroffenen bieten. Die Entscheidung für diesen Eingriff muss jedoch
nach sorgfältiger Differentialdiagnose und Abwägung der jeweiligen Alternativen
gefällt werden.

Hintergrund: Nierentumor und Nierenkrebs

Der Nierentumor gehört zu den siebthäufigsten Tumorarten in
der Bundesrepublik Deutschland. Dabei sind etwa 15 bis 30% aller Tumore
gutartig, sie bilden also zum Beispiel keine Metastasen. Bösartiger Nierenkrebs
wiederum erfordert eine umgehende Behandlung, um eine weitere Streuung
möglichst einzudämmen. Hierzu stehen unterschiedliche Verfahren zur Wahl.
Häufig werden auch mehrere Behandlungsmethoden miteinander kombiniert. Die
genauen Ursachen für die Entstehung von Nierentumoren und Nierenkrebs sind
unklar, allerdings konnte eine genetische Prädisposition /Veranlagung
ausgemacht werden.

Nierenentfernung und weitere Therapiemethoden

Welche Behandlungsmethode
erfolgsversprechend und medizinisch sinnvoll ist, hängt von vielen
verschiedenen Faktoren ab. Dabei spielen zum Beispiel die Größe sowie die
Begrenzung des Tumors eine Rolle als auch die generelle Gesundheitsprognose des
Patienten. Chemo- und Bestrahlungstherapie gehören ebenso zu den üblichen
Verfahren wie die Entfernung des betroffenen Tumors, die auch als Partielle
Nephrektomie bezeichnet wird. Die vollständige Nephrektomie, also die radikale
Entfernung der Niere, wird bei medizinischer Notwendigkeit in Betracht gezogen.
Sie findet ausschließlich unter Vollnarkose statt. Bei kleineren Tumoren sowie
bei älteren Patienten kann unter Umständen zunächst auch eine abwartende
Beobachtung mit engmaschiger Kontrolle ausreichend sein.

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