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TUR-B / Blasenkrebs - Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Bei einem Eingriff unter Narkose kann man normalerweise bis 22 Uhr am Vortag wie üblich essen und trinken; empfehlenswert ist ein leichtes Abendessen. Am Vortag wird keine besondere Desinfektion des Eingriffsortes vorgenommen; das geschieht im OP-Saal kurz vor der Operation.

Narkose: Als Narkose wird meist eine Teilnarkose (Spinalanästhesie) angewandt, welche für den Betroffenen besonders schonend ist. Auch kann der Eingriff unter Verwendung einer Vollnarkose erfolgen, wenn Kontraindikationen bzw. ein entsprechender Patientenwunsch vorliegen. Der Eingriff dauert je nach Ausprägung des Tumorbefalls der Blase in der Regel zwischen 20 und 60 min, so dass die Narkose für diesen Zeitraum berechnet wird.

Das OP-Team: Während der Operation sind der Operateur, der Anästhesist, die OP-Schwester am OP-Tisch und ggf. ein OP-Helfer („Springer“) im OP-Saal anwesend.

Dauer der Operation: Je nach Ausmaß des Tumorbefalls in der Blase dauert der Eingriff durchschnittlich zwischen 20 und 60 min.

TUR-B / Blasenkrebs - Die Operation (Teil 2)

Die Operation im Detail: Die transurethrale Resektion der Harnblase (TUR-B) gilt als eines der ältesten Verfahren in der sogenannten minimal-invasiven Chirurgie. Zur Durchführung einer TUR-B wird ein spezielles Instrument – das sogenannte Resektoskop – verwendet. Dieses Instrument verfügt über eine Kaltlichtquelle, einen Kanal zur Einführung einer entsprechenden Optik für die Sicht des Operateurs, einen weiteren Kanal zur Flüssigkeitszufuhr mit Reglerfunktion und einen Arbeitskanal zur Einbringung von verschiedenen weiteren Instrumenten wie Biopsiezangen, Laserfasern etc.
Das Resektoskop wird über die Harnröhre in die Harnblase eingeführt. Ist die Harnröhre zu eng, findet eine Meatusbougierung oder eine Urethrotomia nach Sachse oder Otis statt.
Für den Gewebeabtrag wird eine halbkreisförmige Drahtschlinge verwendet, über die elektrischer Strom geleitet wird. Hierbei kann Gewebe mithilfe von Strom geschnitten oder aber auch koaguliert (verödet) werden. Das Prinzip dieses Verfahrens kommt bei Entfernung von Harnblasentumoren wie auch bei der Resektion (Gewebeabtrag) von Prostatagewebe (TUR-P) zum Einsatz. Während der Resektion eines Blasentumors wird permanent Spülflüssigkeit über das Resektoskop in die Blase eingebracht. Diese Flüssigkeit dient zum einen der Regulierung des Blasenfüllungszustandes und zum anderen zum Ausspülen von bereits abgetrennten Gewebestücken und Blut. Als Spüllösung wurde und wird seit vielen Jahren eine sog. hypotone Lösung verwendet, bei welcher eine geringere Elektrolytkonzentration als im Blut vorliegt. Die niedrige Elektrolytkonzentration ist für die Wirksamkeit des Stroms im Gewebe notwendig (monopolare Resektion). Diese Spüllösung ist für den elektrischen Strom nicht leitfähig und kann so Hitze lokal am Resektionsort entstehen lassen.
Bei der Resektion fließt der Strom von der Elektroschlinge am Resektionsort in den Patienten, wo dann durch Hitzeentstehung der Gewebeabtrag ermöglicht wird. Der Strom fließt dann weiter durch den Patienten bis hin zu einer Neutralelektrode, die in der Regel am Oberschenkel des Patienten angebracht wird.
Eine Neuerung dieses Verfahrens stellt die sog. bipolare Resektion dar. Bei dieser Technik führen zwei elektrische Leitungen zu den beiden Enden der Resektionsschlinge, wobei der Stromfluss durch die Schlinge selbst zur Hitzeerzeugung genutzt wird. Auf eine  nichtleitende, hypotone Spüllösung kann bei diesem Verfahren verzichtet werden, wobei zur Spülung nun physiologische Kochsalzlösung verwendet wird. 

In der Regel sind die größten Vorteile der biopolaren Resektionstechnik aber auf dem Gebiet der Prostataresektion zu finden, da im Rahmen des Tumorabtrags in der Harnblase nur in den seltensten Fällen Komplikationen durch die Art der Spüllösung zu erwarten sind.

Am Ende der Operation wird das resezierte Gewebe ausgespült und nach ausreichender Blutstillung ein Dauerkatheter mit Spülfunktion eingelegt.

Mögliche Erweiterungen der Operation: Bei unerwartetem Vorliegen einer Harnröhrenenge kann die Erweiterung der Harnröhre mittels Schlitzung erforderlich werden.  Bei einer Blasenperforation kann in seltenen Fällen eine offene Schnittoperation mit Übernähung der Blase notwendig sein.

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