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Morbus Crohn - Therapie / Behandlung, Heilungschancen und Alternativen

Grund und Ziel der Operation: Ein Befall des Übergangsbereichs zwischen Dünn- und Dickdarm kann Symptome durch die Entzündungsaktivität verursachen (Schmerzen, Durchfälle, Fieber, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit). Bei einer längerdauernden Entzündung kann es zu einer narbigen Enge des Darms kommen, die Symptome eines drohenden Darmverschlusses verursachen kann (Bauchkrämpfe, insbesondere nach Nahrungsaufnahme, Übelkeit und Erbrechen). Die Ileozökalresektion entfernt die betroffenen Darmabschnitte und kann diese Probleme damit beheben.

Vorteile und Nachteile der Operation: Der Vorteil der Operation ist die Entfernung der befallenen Darmabschnitte. So ist häufig eine schnelle Besserung der Symptome möglich. Außerdem kann nach der Operation häufig die Therapie mit Medikamenten reduziert werden (insbesondere mit Cortison), was Nebenwirkungen mindert.

Die Operation hat natürlich auch gewisse Komplikationsrisiken, die den Risiken einer rein medikamentösen Therapie entgegengestellt werden müssen. Nach Entfernung des letzten Stücks des Ileums kann es zu einer Mangelverwertung von Vitamin B12 sowie zu einem Verlust von Gallensäuren mit entsprechenden Durchfällen kommen. Diese Probleme können aber medikamentös beherrscht werden.

Alternativen zu dieser Operation: Die Basis der Morbus Crohn Behandlung ist zunächst die Therapie mit Medikamenten. Im Falle einer Darmentzündung kann mit Medikamenten häufig eine Unterdrückung dieser Entzündung erreicht werden. Insbesondere neue Antikörper-Therapien, sogenannte Anti-TNF-alpha-Antikörper, erreichen oft eine gute Krankheitskontrolle. Die medikamentöse Therapie hat aber auch Nachteile. Die gut wirksamen Medikamente haben teils erhebliche Nebenwirkungen, und insbesondere eine langdauernde Cortisoneinnahme sollte vermieden werden. Außerdem sind Medikamente wirkungslos, wenn es schon zu einer narbigen Enge (Stenose) des Darms gekommen ist; hier ist die Operation notwendig.

Heilungschancen: Morbus Crohn ist leider momentan nicht heilbar, weder medikamentös, noch chirurgisch. Daher wird die Darmteilentfernung auch so sparsam wie möglich durchgeführt; ein großer Teil der Crohn-Patienten benötigt im Laufe des Lebens nämlich weitere Operationen mit ggf. weiteren Darmteilentfernungen.

Entscheidung für die Operation: Es wird in folgenden Fällen zur Ileozökalresektion geraten …

  • Medikamentös nicht beherrschbare Entzündung der Ileozökalregion,
  • Unvertretbare Nebenwirkungen von Medikamenten, oder Notwendigkeit, langfristig immununterdrückende Medikamente einnehmen zu müssen,
  • narbige Enge mit drohendem Darmverschluss.

Der optimale Zeitpunkt für die Operation sollte eng zwischen behandelndem Gastroenterologen, Chirurgen und dem Patienten abgestimmt werden. Zunächst sollte eine optimale medikamentöse Therapie erfolgen. Falls diese aber nicht hinreichend wirkt, der Patient trotz einer intensiven Therapie Symptome hat, oder sich eine narbige Enge ausgebildet hat, sollte die Operation rechtzeitig geplant werden, da sie die Beschwerden zügig lindern kann.

Morbus Crohn Therapie und Behandlung - Risiken der Operation

Risiken der Morbus Crohn Operation: Der Patient muss allgemein operations- und narkosefähig sein. Schwere Erkrankungen, wie frischer Herzinfarkt, schwere Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, notwendige Blutverdünnung mit Clopidogrel oder Marcumar, können weitere Abklärungen oder Vorbehandlungen notwendig machen, so dass die Operation verschoben werden muss. Die unten genannten laparoskopischen Techniken (Schlüssellochchirurgie) kommen nach mehrfachen Voroperationen mit zu erwartenden starken Verwachsungen im Bauch nicht in Frage; dann wird das offene Operationsverfahren gewählt.

Die Risiken einer Narkose sind heute minimal. Der Anästhesist wird im Aufklärungsgespräch auf  mögliche Besonderheiten und Risiken des individuellen Patienten eingehen.

Wie bei jeder Operation können Nachblutungen, Blutergüsse, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Eine seltene, aber wichtige Komplikation der Ileozökalresektion ist die Undichtigkeit der Nahtverbindung zwischen Dünn- und Dickdarm, die sogenannte „Anastomoseninsuffizienz“. Durch die Undichtigkeit kommt es zum Austritt von Darminhalt in die Bauchhöhle. In solchen Fällen ist meist eine Wiederholungsoperation mit einer Neuanlage der Nahtverbindung notwendig, evtl. kombiniert mit einem vorübergehenden künstlichen Darmausgang.

Artikelinformationen

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