Krampfadern (Varizen) / Besenreiser – Alternativen und Heilungschancen

Grund der Operation: Krampfadern – In diesen krankhaft erweiterten Venen versackt Blut in der Peripherie und führt hier, durch mangelnden Austausch von verbrauchtem mit frischem Blut, zur Anhäufung von Schlacken, Säuren und zur Sauerstoffarmut.

Dies kann zur Minderernährung von Haut und Unterhaut und damit zum offenen Bein („Ulcus“, „Ulkus“ oder „Ulcus cruris“) führen. Außerdem können in der stehenden Blutsäule der Varizen leicht Gerinnsel entstehen, sogenannte „Thromben“. Wird ein Gefäß durch einen solchen Gerinnselpfropf verstopft, spricht man von einer Thrombose. Wird ein solcher Pfropf auch noch losgerissen und erreicht über die Blutbahn dann (auf seinem natürlichen Weg) die Lunge, führt er zum Verschluss von Lungengefäßen.

Ein Vorgang, den man Lungenembolie nennt und der eine sehr schwere, oft tödliche Komplikation bedeutet.

Auch können sich die oberflächlichen Venen, die mit einem Thrombus verschlossen sind, entzünden (oberflächliche Venenentzündung oder „Thrombophlebitis“) und sogar vereitern: Hier können dann Eitererreger in die Blutbahn gelangen und schwerste Krankheitsbilder einer „Blutvergiftung“ oder „Sepsis“ auslösen.

Ziel der Operation: Das Ziel der Ausschaltung defekter Venen ist es, die Durchblutung wieder zu normalisieren: durch die Entfernung der Gefäße, in denen das Blut nur noch steht und nicht transportiert wird,  verbessert der Chirurg die Zirkulation massiv.

Heilungschancen: Hoch, je nach Stadium der Erkrankung etwa 85 – 100 %.

Auflistung aller Operations-Alternativen bei Krampfadern / Varizen / Besenreisern:

Moderne minimal-invasive Verfahren: Radiofrequenzkatheter, Laserkatheters, Heiß-Dampf-Katheters

Merkmale der modernen Operationstechnik sind Narbenfreiheit, sofortige Arbeitsfähigkeit und Wiederaufnahme von Sport, optimale ästhetische Ergebnisse, optimale Ergebnisse aus medizinischer Sicht. Es besteht hier die Möglichkeit, einen Kompressionsstrumpf gar nicht oder nur 24 – 72 Stunden tragen zu müssen. Auch im Hochsommer kann man mit diesen Operationstechniken wie gewohnt behandeln.

Nachteile bei der Behandlung mit minimal-invasiven Techniken sind nicht bekannt.

Ältere konventionelle Verfahren: Stripping, CHIVA-Verfahren, Laserverödung von der Gefäßinnenseite

  • Stripping: es kommt zur Ausbildung ausgedehnter Blutergüsse. Nach der OP müssen deshalb für mindestens 6 Wochen kräftige Kompressionsstrümpfe getragen werden. Die Patienten sind meist 2 – 3 Wochen lang arbeitsunfähig.
  • CHIVA-Verfahren: zahlreiche Schnitte (und Narben) und eine lange Tragezeit der Kompressionsstrümpfe.
  • Laser: Seitenäste müssen wiederum durch kleine Schnitte/Stiche entfernt werden.

Im Vergleich mit den minimal-invasiven Behandlungsmethoden gibt es bei den konventionellen Techniken keine Vorteile.

Entscheidung für die Krampfadernoperation / Venenoperation: Immer dann , wenn Venen sich so verdicken, dass sie deutlich hervorstehen und/oder eine Duplex-Sonografie zeigt, dass eine Schwäche der Stamm- oder/und Verbindungsvenen besteht, die einen mess- oder fühlbaren Einfluss auf die Blutzirkulation hat, sollte eine Krampfadernoperation bzw. eine Venenoperation durchgeführt werden.

Wenn es sich „nur“ um Seitenäste oder Besenreiser handeln sollte, wird man natürlich nicht operieren, sondern mit einer Schaumverödung oder dem Laser behandeln.

Sind aber Stammvenen betroffen, muss man operieren: hier sind Methoden wie die Schaumverödung nicht in gleicher Weise effizient und schonend.

Die Operation ist jederzeit möglich, bei Anwendung moderner Kombinationsverfahren der schonenden „minimalinvasiven“ Chirurgie durch einen Spezialisten. Wenn konventionell operiert wird („Stripping“) ist diese Behandlung, die zum Teil zu erheblichen Beschwerden nach der OP führen kann, unbedingt im Winterhalbjahr vorzunehmen.

Risiken der Krampfadernoperation / Venenoperation

Die größten Risiken gehen von einer zu großzügigen örtlichen Betäubung aus: diese Präparate können sich sehr negativ auf den Herzrhythmus auswirken und sogar epileptische Anfälle auslösen.

Die Behandlung muss deshalb ausschließlich im Beisein eines Facharztes für Anästhesie ausgeführt werden – auch in örtlicher Betäubung – damit dieser Spezialist den Patienten ständig überwacht und auf Zwischenfälle sofort reagieren kann.

Bei den minimalinvasiven Verfahren sind die wesentlichen Risiken: Thrombosen, Venenentzündung, Verletzung von Hautnerven. Da die modernen Eingriffe insgesamt sehr sanft sind (die kombinierten Katheterverfahren), ist das Risiko dann aber sehr gering, weil nur minimale Mengen an Schmerzmitteln erforderlich sind.

Bei den konventionellen Verfahren sind die wesentlichen Risken: Gefäßverletzung (deshalb sollte nur ein erfahrener Chirurg die OP ausführen, der auch Verletzungen an großen Gefäßen routiniert beheben kann und der Eingriff an einem Zentrum vorgenommen werden und nicht in einem Praxis-OP), Blutungen, Verletzungen von Nerven, Thrombosen, Venenentzündung, Infektionen.

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