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Krampfadern (Varizen) / Besenreiser - Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Vor der OP sollten Kompressionsstrümpfe der Klasse II für den Patienten verordnet werden, die dieser dann zur OP mitbringt. Vor jedem Eingriff – auch in örtlicher Betäubung – muss der Patient genau abklären, wann er zuletzt Essen und Trinken (und Rauchen) darf.

Narkose: Der Patient kann in örtlicher Betäubung, Dämmerschlaf oder Narkose behandelt werden – je nach Fall. Eine rückenmarksnahe Anästhesie („Spinalanästhesie“, etc.) ist in keinem Fall sinnvoll.

Wichtig ist, dass die Behandlung an einem spezialisierten OP-Zentrum (!) und nicht in einer Praxis/Praxisklinik ausgeführt und wirklich dauernd von einem Facharzt für Anästhesie überwacht wird – selbst in örtlicher Betäubung oder „Dämmerschlaf“. Nur so ist die optimale Patientensicherheit gewährleistet.

Das OP-Team: Ein Facharzt für Anästhesie, um die Sicherheit des Patienten auch in örtlicher Betäubung zu gewährleisten, der Facharzt für Chirurgie, der den Eingriff vornimmt, ein Assistenzarzt, eine examinierte Fach-OP-Schwester oder OTA (Operationstechnische Assistentin), eine examinierte Fach-Anästhesie-Schwester, eine weitere Schwester oder medizinische Fachangestellte als „Springer“, die Materialien anreicht und im unsterilen Bereich hilft.

Dauer der Operation: Zwischen 20 Minuten und 2 Stunden.

Krampfadern (Varizen) / Besenreiser - Die Operation (Teil 2)

Die Operation im Detail - Konventionelle Operationen: Die erkrankten Stammvenen werden per Schnitt in der Leiste und/oder der Kniekehle und ein weiteres Mal jeweils in der Knöchelregion aufgesucht und freigelegt. Dann wird in die eröffnete Vene eine Sonde bis an den Kreuzungspunkt der oberflächlichen mit den tiefen Venen (also eben Leiste oder Kniekehle) geschoben, die Vene dann jeweils oben und unten durchtrennt, unterbunden und an der Sonde fixiert. Nun wird die Sonde mitsamt der gesamten Vene und den eventuell anhaftenden Seitenästen (die dabei abreißen) aus dem Bein gezogen („gestrippt“). Nun werden noch, über weitere Schnitte, weitere Seitenäste mit Häkchen oder Klemmchen aus dem Bein gezogen. Die Schnitte werden vernäht, eventuell ein Drainageschlauch eingelegt und ein straffer Verband angelegt.

Die Operation im Detail - Minimalinvasive Katheteroperationen: Unter Ultraschall wird die erkrankte Vene mit einer Nadel punktiert und der Katheter eingeführt. Nun muss der Chirurg die Katheterspitze ganz exakt unter Ultraschall an die Venenkreuzung legen: dies erfordert immense Erfahrung im Umgang mit der Sonografie und dem Verfahren.

Dann wird um die Vene und den Katheter entlang der gesamten Vene ein isolierender Mantel aus Kochsalzlösung, unter dem Zusatz eines örtlichen Betäubungsmittels („Tumeszenz-Lokalanästhesie“, TLA) unter Sonografie, gespritzt: Damit wird verhindert, dass die Hitze des Katheters das umgebende (gesunde) Gewebe schädigt. Nun wird die Sondenspitze aktiviert, erhitzt und die erkrankte Vene so zerstört. Der Chirurg zieht die Sonde schrittweise zurück und behandelt so den gesamten erkrankten Venenabschnitt. Danach wird der Katheter entfernt und die sehr kleine Stichöffnung eventuell mit einer einzelnen Naht verschlossen. Nun werden die Seitenäste mit feinen Kanülen punktiert, ebenfalls TLA (s.o.) um sie gespritzt und dann steriler Heißdampf in kurzen Impulsen in diese Gefäße geleitet, um sie ebenfalls zu zerstören. Danach (oder gleich zu Anfang der Sitzung) werden Besenreiser ggf. mittels Laser entfernt. Es wird ein Verband angelegt, der nach etwa 2 Stunden entfernt werden kann, damit der Patient duscht und sich dann seinen Kompressionsstrumpf anzieht.

Artikelinformationen

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