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Zervikale Myelopathie - Alternativen und Heilungschancen

Grund und Ziel der Operation: Das primäre Ziel der Operation ist die Dekompression (Befreiung vom Druck) des Rückenmarks.

Alternativen zu dieser Operation: Die zervikale Myelopathie kann im Spätstadium zur Invalidität auf Grund einer querschnittslähmungsartigen Symptomatik führen. Ist die Schädigung einmal eingetreten, so ist eine vollständige Heilung nicht mehr zu erwarten. Daher wird der Arzt Patienten mit massiven Einengungen des Rückenmarkskanals eine Operation auch zur Vermeidung des Auftretens einer zervikalen Myelopathie empfehlen. Bei bereits bestehenden Symptomen, wie Taubheit und/oder Gangstörungen, ist das primäre Ziel der Operation, eine weitere Verschlechterung zu verhindern. Erfreulicherweise zeigen Langzeitstudien, dass sich in ca. 50% eine Besserung einstellt, in 25% keine weitere Verschlechterung eintritt. Leider ist die Schädigung aber in 25% der Fälle so ausgeprägt, dass auch nach eventueller kurzzeitiger Besserung eine weitere Verschlechterung eintreten kann. Daher ist dieses Krankheitsbild sehr ernst zu nehmen, denn häufig wird ein leichter Schaden nicht erkannt oder die Symptome werden bagatellisiert. Wie erwähnt, gibt es zur Operation keine wirkliche Alternative.

Heilungschancen: Erfolgt die Operation rechtzeitig, ist die Chance auf Heilung gut. Bei ausgeprägten Symptomen der zervikalen Myelopathie ist das primäre Ziel, eine weitere Verschlechterung zu verhindern, was mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 75% gelingt.

Entscheidung für die Operation: Wie oben erwähnt, sollte die Operation frühestmöglich durchgeführt werden. Einerseits um die Chance zu haben, das Auftreten einer zervikalen Myelopathie zu verhindern, andererseits um die bereits eingetretene Schädigung möglichst gering zu halten.

Zervikale Myelopathie - Risiken der Operation

Risiken der Operation: Die Operation kann ggf. bei Patienten mit einem großen Kropf (Schilddrüsenvergrößerung) oder nach Eingriffen bei Kehlkopfkrebs nicht möglich sein, da das Vordringen an die Halswirbelsäule von vorne dann nicht möglich ist. Dann ist alternativ die Operationsmöglichkeit vom Rücken aus zu prüfen. Auch Patienten mit massivem Übergewicht und extrem kurzen Hals können sehr selten nicht von vorne operiert werden.

Die Narkose ist heute ein sehr sicheres Verfahren und durch die neuen Medikamente sehr gut steuerbar. Dennoch können Probleme auftreten. Als mögliche operationsimmanente Risiken ist zum einen die Schädigung des Rückenmarks intraoperativ oder durch Nachblutung in den Rückenmarkskanal zu nennen. Dies ist eine sehr seltene Komplikation, genauso wie die Entwicklung einer Schluckstörung oder Heiserkeit. Auch Wundkomplikationen sind selten, können jedoch bei Entwicklung eines Abszesses sogar lebensbedrohlich werden. In seltenen Fällen können sich die in den Bandscheibenraum eingebrachten Platzhalter lockern oder in die Wirbel einsinken. Meist ist dies aber nicht erneut behandlungsbedürftig.

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