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Wechsel-Operation nach Knie TEP - vor der Operation

Wahl des richtigen Operateurs: Ein guter und seriöser Operateur wird den Patienten zunächst über seine genaue Krankengeschichte (sog. Anamnese) befragen. Hierbei wird er vor allem auf die Ausgangsbedingungen für die ursprüngliche Implantation der Knieprothese eingehen. Zusätzliche Informationen in Form des Operations-Berichtes und alter Röntgen-Bilder sind hier ebenso wichtig. Dann wird der Arzt das Kniegelenk des Patienten genau untersuchen. Für die Entscheidung zu einem Knie-TEP-Wechsel sind dann häufig zusätzliche Untersuchungen (z.B. neue Röntgenaufnahmen oder Computertomographie, Skelett-Szintigraphie, Punktion des Kniegelenkes, mikrobiologische Untersuchung der Gelenkflüssigkeit, etc.) notwendig. Die Fülle der Untersuchungsergebnisse sollte der Operateur dem Patienten dann schlüssig erklären können. Hierbei wird er auf alle OP-Möglichkeiten, alternativen Behandlungsmöglichkeiten und Risiken eingehen. Der Patient darf und sollte auch den Operateur  nach der Anzahl der Wechsel-Eingriffe befragen, die er selbst durchführt. Die Operation wird dann meist von einem Facharzt für Orthopädie oder Orthopädie und Unfallchirurgie (seltener auch Facharzt für Chirurgie) unter stationären Bedingungen durchgeführt. Er sollte auf diese Art von Gelenkeingriffen spezialisiert sein. Die Mitgliedschaft des Operateurs in entsprechenden Verbänden ist hierbei nicht zwingend notwendig.

Zusätzlich sollte sich der Patient erkundigen, ob im Falle von Komplikationen auch andere Fachbereiche im Krankenhaus vorhanden sind (Intensiveinheit, Neurologen, Kardiologen, Gefäßchirurgen, Mikrobiologen, Schmerzdienst etc.).

Tests und Voruntersuchungen / Informationen für den behandelnden Arzt: Aktuelle Röntgenbilder des zu operierenden Kniegelenkes sind unerlässlich. Zum Teil werden zusätzlich Computer-Tomographie-Aufnahmen des Kniegelenkes oder eine Skelettszintigraphie notwendig. Die sorgfältige klinische Untersuchung bietet Hinweise auf Bandinstabilitäten.

Zum Ausschluss einer Infektion eines künstlichen Kniegelenkes sollten vor der Operation die Entzündungsparameter im Blut kontrolliert werden und ggf. eine Punktion des Kniegelenkes zur Gewinnung von Gelenkflüssigkeit durchgeführt werden. Diese Gelenkflüssigkeit sollte mikrobiologisch auf Bakterien untersucht werden. In seltenen Fällen kann auch eine sogenannte Leukozyten-Szintigraphie oder eine PET-Untersuchung (Positronen-Emissions-Tomographie) durchgeführt werden, welche eine Infektion weiter abklären kann.

Der erfahrene Operateur wird all diese Untersuchungen dem Patienten erklären und - wenn notwendig - veranlassen.

Daneben ist eine allgemeine Operationsfähigkeit notwendig, die von sonstigen Begleiterkrankungen abhängt. Die Operationsfähigkeit muss in Absprache mit dem Hausarzt und dem Narkosearzt geklärt werden. Notwendige zusätzliche Untersuchungen sollten vor dem Eingriff veranlasst werden. Am Ende des Aufklärungsgespräches muss der Patient die Operationseinwilligung unterschreiben. Im Rahmen der Vorbereitung durch den Narkosearzt muss zusätzlich noch die Narkoseeinwilligung unterzeichnet werden. Die Befunde sämtlicher Untersuchungen sind zur Operation mitzubringen. Eine Eigenblutspende ist für diesen Eingriff meist nicht erforderlich.

Einnahme von Medikamenten: Die meisten Medikamente (wie etwa zur Blutdrucksenkung) werden während des stationären Aufenthaltes weiter eingenommen. Ausgenommen sind Blutverdünnungsmittel (wie Aspirin, Plavix oder Marcumar), welche bereits etwa 7 Tage vor der Operation pausiert und ggf. auf Heparin-Bauchspritzen umgestellt werden müssen. Der operierende Facharzt wird im Rahmen des Aufklärungsgespräches auf diese Punkte eingehen. Die Umstellung der Blutverdünnungsmittel erfolgt, falls erforderlich, über den Hausarzt.

Wechsel-Operation nach Knie TEP - Hinweise vor der Operation

Hinweis vor stationärer Operation: Im Regelfall erfolgt die stationäre Aufnahme am Tag vor der Operation. Es empfiehlt sich, Wechselwäsche, ggf. einen Bademantel und bequeme sportliche Kleidung und Schuhe, mitzubringen. Falls vorhanden, können auch Unterarmgehstützen mitgebracht werden. Ansonsten werden diese auch rezeptiert. Am Aufnahmetag erfolgen das Vorbereitungsgespräch mit dem Narkosearzt und noch ggf. notwendige Voruntersuchungen wie EKG, Blutabnahme oder Röntgenaufnahmen der Lunge. Zur Operation muss der Patient für mindestens 6 Stunden nüchtern sein. Dies bedeutet zumeist, dass er ab 22:00 Uhr des Vortages weder Wasser noch Speisen zu sich nehmen darf. Einzunehmende Tabletten können mit einem kleinen Schluck Wasser eingenommen werden.

Nach der Operation verbleibt der Patient bei regelrechtem Verlauf meist 12-14 Tage stationär im Krankenhaus. Im Anschluss erfolgt eine stationäre oder teilstationäre Anschlussheilbehandlung in einer Reha-Einheit.

Der ängstliche Patient / Angstpatienten: Ein geplanter Knie-TEP-Wechsel ist eine ernstzunehmende Operation. Die Angst vor der Operation kann dem Patienten nur durch ein einfühlsames Arzt-Patienten-Verhältnis genommen bzw. verringert werden. Häufig hängt die Angst des Patienten mehr mit der geplanten Narkose als mit dem eigentlichen Knieeingriff zusammen. Diese Angst muss gemeinsam mit dem Narkosearzt ernst genommen und ausführlich mit dem Patienten besprochen werden. Auch hier ist es wieder vorteilhaft, wenn das Krankenhaus für alle möglichen Komplikationen im Rahmen der Operation ausgerüstet ist.

Falls auch nach dem Gespräch noch starke Ängste und Zweifel bestehen, sind noch zusätzliche Unterredungen mit dem Operateur erforderlich, um diese weiter zu reduzieren. Vor der Operation ist es im Allgemeinen möglich, vom Arzt eine Beruhigungstablette zu bekommen.

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operation.de - Operationen nach Körperregionen

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