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Inkontinenz bei Frauen und Einlage Vaginalband mit den OP-Verfahren TVT / TOT - Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Außer einer Rasur des OP-Feldes und der Desinfektion des OP-Feldes werden keine spezifischen Vorbereitungen getroffen. Der Patient muss für die Operation nüchtern sein.

Narkose: Der Eingriff erfolgt entweder in  Vollnarkose oder in  Spinalanästhesie. Prinzipiell wäre aber auch eine örtliche Betäubung möglich. Die Narkosezeit beträgt ca. 30 Minuten.

Das OP-Team: Operateur und Assistent, Anästhesist und eine Anästhesiepflegekraft, die Op-Schwester/Pfleger am Op-Tisch und ein Op-Helfer („Springer“) sind im Op-Saal anwesend.

Dauer der Operation: Die OP dauert ca. 10-20 Minuten.

Inkontinenz bei Frauen und Einlage Vaginalband mit den OP-Verfahren TVT / TOT - Die Operation (Teil 2)

Die Operation im Detail: Beim TVT erfolgt zunächst die Einlage eines Blasenkatheters über die Harnröhre. Oberhalb des Schambeins werden zwei Stichinzisionen mit dem Skalpell durchgeführt und anschließend mit einer langen Nadel je 20-30 ml Kochsalzlösung  in den Raum zwischen Blase und Beckenboden injiziert. Dies führt zu einer Verdrängung der Blutgefäße und schützt vor Blutergüssen. Dann folgt ein circa 1,5cm langer Schnitt circa 1 cm unterhalb der Harnröhrenöffnung im Bereich der vorderen Vaginalwand.  Bei einer Harnröhrenlänge von weniger als 3 cm muß der Schnitt knapp 5 mm unterhalb der Harnröhrenmündung erfolgen; bei längeren Harnröhren ggfs. auch 1,5 cm unterhalb der Harnröhrenmündung.  Nun wird das Gewebe neben der Harnröhre präpariert und ebenfalls Kochsalzlösung injiziert.  Danach wird mit einem speziellen Katheterspanner der Katheter zur Seite gehalten und der erste Operationsdorn (Trokar) von vaginal in Richtung hinter das Schambein geführt. Durch das zur Seite halten des Katheterspanners wird der Blasenhals geschont. Mit der Gegenseite wird identisch verfahren. Es erfolgt eine Blasenspiegelung zur Kontrolle, um eine Verletzung von Blase und Harnröhre sicher auszuschließen. Anschließend wird das Band locker unter die mittlere Harnröhre platziert. Nun wird die Wunde mit resorbierbaren Fäden verschlossen. Abschließend erfolgen eine Hautnaht und die Einlage einer  Vaginaltamponade. Am ersten Tag nach der Operation werden der Katheter und die Tamponade entfernt und ein Miktionsprotokoll geführt und der Restharn nach Blasenentleerung mehrfach sonographisch bestimmt. Es kann dann die Entlassung der Patientin geplant werden.

Bei der TOT Operation wird das Band nicht hinter das Schambein eingebracht, sondern von seitlich, über kleine Einschnitte an der Oberschenkelinnenseite. Ansonsten ist das Verfahren weitgehend identisch mit der TVT-Technik. Da die Verletzungsgefahr der Blase bei der TOT-Technik geringer ist, kann üblicherweise hier auf eine Blasenspiegelung verzichtet werden.

Artikelinformationen

Autoren:

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