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Lumbale Spinalkanalstenose – Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Vom Narkosearzt wird dem Patienten am Vorabend der Operation eine bestimmte Medikation verordnet. In der Regel sollte ab 22:00 Uhr keine flüssige oder feste Nahrung zu sich genommen werden. Desgleichen sollte nicht mehr geraucht werden.

Am Operationstag wird der Patient in den Operationsvorraum gebracht. Hier erfolgt die Narkoseeinleitung. Unter Narkose wird der Patient in den Operationssaal gefahren und dort in Operationsposition gebracht. Danach erfolgen die Desinfektion des Operationsgebietes und das sterile Abdecken.

Narkose: Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose mit Beatmungsschlauch über dem Mund.

Operationsteam: Das Operationsteam besteht aus einem Operateur, einem Assistenten, einem Narkosearzt, einer Operationsschwester bzw. einem -pfleger sowie ein bis zwei Hilfskräften.

Dauer der Operation: Bei einem Eingriff in einer Höhe 60 – 90 Minuten, bei einem erfahrenen und geübten Operateur auch wesentlich kürzer.

Lumbale Spinalkanalstenose - Die Operation (Teil 2)

Operation: Bei der heutzutage üblicherweise durchgeführten mikrochirurgischen Dekompression der Spinalkanalstenose wird eine beidseitige Dekompression des Spinalkanals von einer Seite im Untertunnelungsverfahren (Cross-over-Technik) durchgeführt. Das bedeutet, dass mit einem Hautschnitt von ca. 5 cm begonnen wird. Nach Durchtrennung der Faszie (Muskelhaut) wird die neben den Dornfortsätzen liegende Muskulatur abgelöst und mit einem Selbsthaltesperrer zurückgehalten. Danach wird unter dem Operationsmikroskop der Spinalkanal seitlich durch Auffräsen mit einem kleinen Bohrer eröffnet. Bei dem Bohrer handelt es sich um eine kleine Metallkugel, die mit Diamantstaub beschichtet ist, sodass minimal invasiv ohne große Verletzungsgefahr gearbeitet werden kann.

Nach Entfernung der verdickten Knochenanteile stößt man auf das Ligamentum flavum (gelbes Band), das zwischen den einzelnen Wirbelbögen von oben nach schräg unten aufgespannt ist. Normalerweise ist dieses Band nur 1 bis 2 mm dick, kann bei ausgeprägten Spinalkanalstenosen aber bis zu einem Zentimeter dick werden. Dieses Band wird mit Stanzen entfernt und danach erkennt man den Rückenmarkssack. Anschließend wird nach unten weiter aufgefräst und die hier abgehende Nervenwurzel knöchern entdacht. In gleicher Weise wird der obere Wirbelbogen mit dem Bohrer unterminiert. Anschließend wird das Operationsmikroskop umgestellt, um einen mehr seitlichen Einblick zu erhalten. Dann wird mit dem Bohrer über die Mittellinie bis zur Gegenseite gefräst und anschließend auch hier das verdickte gelbe Band entfernt. Wenn kein zusätzlicher Bandscheibenvorfall vorliegt, ist die Dekompression des Spinalkanals damit beendet. Es erfolgt dann der Wundverschluss. Gelegentlich wird auch eine Wunddrainage eingelegt. Dieser Schlauch wird in der Regel am nächsten Tag gezogen.

Spinalkanalstenose – Sonderform der Wurzelkanal- oder Rezessusstenose: Im Fall einer überwiegenden Einengung des Rezessus oder Wurzelkanals kann die Eröffnung des Spinalkanals und das Auffräsen des Wurzelkanals durch einen minimalinvasiven Eingriff in bestimmten Fällen vermieden werden. In der Regel haben diese Patienten typischerweise Schmerzen für eine bestimmte Nervenwurzel, die im entsprechenden Segment durch den verengten Wurzelkanal eingeengt ist. Bei massiver Inklination, das heißt Vornüberbeugen, kommt es typischerweise zu einem Abklingen der Beschwerden. In diesen Fällen kann aus der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen interspinösen Spacer ausgewählt werden. Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie letztendlich als Platzhalter zwischen zwei aufgedehnten Dornfortsätzen fungieren. Je nach Ausführung wird der Platzhalter mittels seitlicher Flügel, mittels Fäden oder mittels direkter Verankerung von Flügeln in den Dornfortsätzen fixiert. Dieser Eingriff ist weniger invasiv als die offene Dekompression des Spinalkanals. Entscheidend ist dabei aber in jedem Fall die richtige Indikationsstellung und das Wissen, dass diese intraspinösen Spacer bei echten massiven Spinalkanalstenosen weniger angezeigt sind.

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