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Meniskusriss - Die Meniskusoperation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Der Patient muss vor der Operation 6-8 Stunden nüchtern sein, das heißt nicht essen und nicht trinken. Notwendige Medikamente können mit einem kleinen Schluck Wasser eingenommen werden. Das zu operierende Bein wird vor der Operation rasiert. Im Operationssaal wird das Bein auf einer speziellen Halterung gelagert. Der Patient liegt auf dem Rücken. Es wird eine sogenannte Oberschenkelblutleere angelegt. Der Patient bekommt dazu eine Blutdruckmanschette um den Oberschenkel gelegt. Durch Kompression wird das Blut aus dem Bein körperwerts gedrückt und die Blutdruckmanschette geschlossen. Ziel dieser Maßname ist eine relative Blutleere des Beines, so dass ohne Blutungen operiert werden kann. Das Bein wird desinfiziert und das Operationsgebiet mit sterilen Tüchern abgedeckt.

Narkose: Die Narkose wird vor Anlage der Blutleere nach Lagerung auf dem Operationstisch durchgeführt. In aller Regel wird eine sogenannte Vollnarkose durchgeführt. In einigen Fällen wird die Spinalanästhesie angewendet. Die Narkosedauer entspricht in aller Regel in etwa der Operationsdauer. Die Operation dauert je nach Begleitverletzungen ca. 30-60 Minuten.

Das OP-Team: Im Operationssaal ist anwesend der Operateur und in aller Regel ein Assistent, ein Anästhesist ggf. mit einem Assistenten. Es befindet sich eine sogenannte instrumentierende Operationsschwester im Operationssaal, die dem Operateur während der Operation die Instrumente anreicht und die Operationsinstrumente vorbereitet. Ein sogenannter Springer kann im Bedarfsfall Verbrauchsmaterialien anreichen.

Dauer der Operation: Die Operation eines isolierten Meniskusrisses dauert im Durchschnitt 30min.

Meniskusriss - Die Meniskusoperation (Teil 2)

Die Operation im Detail: In aller Regel wird zunächst eine diagnostische Arthroskopie durchgeführt. Über zwei kleine Stiche an der Vorderseite des Kniegelenkes, jeweils rechts und links neben der Kniescheibensehne, wird operiert. In den äußeren Zugang wird die Optik in das Gelenk eingeführt. Es erfolgt eine standardisierte Untersuchung aller Gelenkabschnitte bei gleichzeitiger Betastung und Stabilitätsüberprüfung aller Strukturen mit dem Tasthaken, der über den inneren Zugang eingeführt wird. Die Knorpelflächen werden auf Stabilität und Konsistenz untersucht, die Menisken sowie die Kreuzbänder abgefahren. Beim Abfahren des inneren bzw. äußeren Meniskus wird dann der Riss diagnostiziert. Es gibt verschiedene Formen von Meniskusrissen (Radiärriss, Lappenriss, Horizontalriss, Korbhenkelriss). Der größte Teil des Meniskus hat kein oder nur sehr wenig Heilungspotential, da er keine eigene Gefäßversorgung besitzt.

Teilentfernung: In den meisten Fällen werden mit einer feinen Stanze die abgelösten Meniskusanteile möglichst sparsam abgetragen. Der Meniskusrand kann mit einer Saugfräse geglättet werden. In der abschließenden Tasthakenprüfung finden sich dann wieder stabile Meniskusränder.

Meniskusnaht: Bei Rissen an der sogenannten Meniskusbasis (Fixierung des Meniskus an der Gelenkkapsel) besteht häufig eine gewisse Durchblutung des Meniskusgewebes und damit Heilungspotential. Deshalb können die Meniskusrisse dort genäht werden. Über ein spezielles Nahtsystem ist eine arthroskopische Naht auch von langstreckigen Rissen möglich.

Meniskusersatz: Sollten nur noch ca. 20% des Meniskusgewebes vorhanden sein, kann eine Implantation von Meniskusgewebe erfolgen. Verwendung finden verschiedene Materialien wie Polyurethan Implantate, Kollagen Implantate oder Spendermeniskus von Verstorbenen. Über einen ca. 2cm langen Schnitt wird das zugeschnittene Ersatzgewebe in den Meniskusdefekt eingebracht und mit Nähten fixiert.

In aller Regel wird bei einer isolierten Meniskusoperation kein Drainageschlauch (Abfluss-Schlauch) in das Gelenk eingelegt. Der Verschluss der Arthroskopiezugänge schließt die Operation ab. Nach Anlage eines sterilen Verbandes und einer elastokompressiven Wickelung wird eine Knieschiene (Orthese) angelegt.

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