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Inkontinenz Männer / Implantation eines artifiziellen Sphinkters (künstlicher Schließmuskel): Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Es empfiehlt sich ein leichtes Abendessen am Vortag der Operation. Ab 22 Uhr am Vortag sollte man nichts mehr essen und trinken. Im OP-Saal wird der Bereich des Eingriffs desinfiziert. Auch eine Rasur dieses Bereichs darf erst im Vorraum des OP-Saals erfolgen, um die Gefahr von Infektionen zu vermeiden. Voraussetzung für den Eingriff ist ein unauffälliger Urinbefund ohne Hinweis für eine Infektion.

Narkose: Als Narkose wird eine Vollnarkose oder eine Spinalanästhesie angewandt.

Das OP-Team: Das OP-Team besteht aus dem Operateur, seinem Assistenten, einem Anästhesisten und seiner Anästhesiepflegekraft. Auch sind die/der OP-Schwester/-Pfleger am OP-Tisch und der OP-Helfer („Springer“) im OP-Saal anwesend.

Dauer der Operation: Der Eingriff dauert circa 60-90 Minuten, so dass die Narkose für diesen Zeitraum berechnet wird.

Inkontinenz Männer / Implantation eines artifiziellen Sphinkters (künstlicher Schließmuskel): Die Operation (Teil 2)

Die Operation im Detail: Zunächst erfolgen nach der Rasur im OP-Vorraum eine ausgiebige Desinfektion über 10 Minuten und ein steriles Abdecken des Operationsfeldes. Dann kommt es zur Einlage eines Katheters über die Harnröhre. Nun folgt ein circa 5 cm langer Schnitt in Längsrichtung im Dammbereich. Alternativ kann auch an der Rückseite des Penis, dort wo der Penis in den Hodensack übergeht (penoscrotal), eine circa 3 cm lange Querinzision erfolgen. Daraufhin wird das Gewebe eröffnet, bis man zur Harnröhre gelangt. Diese wird aus dem umgebenden Gewebe freipräpariert und zirkulär freigelegt. Nun kann mit einem Messband die benötigte Manschettengröße ausgemessen werden und die Manschette um die Harnröhre gelegt werden. Anschließend werden eine kleine Tasche für die Kontrollpumpe im rechten (bei Linkshändern im linken) Hodensack vorbereitet und die Kontrollpumpe dort eingelegt. Nun wird der druckregulierende Ballon in den Unterbauch gelegt. Dies erfolgt entweder über den penoscrotalen Schnitt bzw. über einen zusätzlichen Schnitt von circa 5 cm im Unterbauch. Hierauf werden die einzelnen Komponenten miteinander verbunden und der artifizielle Sphinkter deaktiviert. Abschließend erfolgen ein Wundverschluss und das Anlegen eines Druckverbands. Eine Aktivierung des artifiziellen Sphinkters erfolgt erst mehrere Wochen postoperativ nach Abschluss der kompletten Heilung - so lange ist der Patient weiterhin inkontinent.

Artikelinformationen

Autoren:

operation.de - Operationen nach Körperregionen

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