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Oberes Sprunggelenk Endoprothese - Nach der Operation (Nachsorge und Rehabilitation)

Ergebnis: Nach der Operation sollte ein beschwerdefreies Gehen nach 3 – 6 Monaten mit Vollbelastung möglich sein.

Das Bild links zeigt eine Seitenansicht (Röntgenaufnahme) nach Wechsel einer teilweise gelockerten OSG-Endoprothese nach 10 Jahren mit einer Hintegra Wechsel Prothese.

Kontrolltermine: Nach der Operation finden Kontrolltermine nach 2, nach 6 und nach 12 Wochen, nach 6 Monaten und nach 1 Jahr statt. Danach dann jährlich.

Einschränkungen nach der Operation: Die Haushaltsführung und das Einkaufen sind für ca. 6 - 12 Wochen mehr oder weniger behindert. Nach 3 – 6 Monaten ist von voller Einsatzfähigkeit aus zu gehen.

Gewisse körperliche Belastungen sind nach dem Sprunggelenkersatz im Beruf möglich. Allgemeingültige Empfehlungen können hier nicht abgegeben werden. Skifahren, Golfspielen und in Maßen auch Skilanglauf scheinen möglich zu sein. Nicht zu empfehlen sind alle Belastungen mit größeren Stoßbelastungen für die Prothese, bspw. Laufen und Sprinten bei Sportarten wie Tennis, Fußballspielen usw.

Schmerzen und Narben nach der Operation: Mit einem distalen Ischiadikusblock haben die operierten Patienten im ganzen Verlauf sehr wenig Schmerzen. Nach 2 -4 Wochen gibt es keine Operationsschmerzen mehr, jedoch Schmerzen im Gelenk und der angrenzenden Muskulatur, gerade bei Aufnahme zunehmender Belastung. Dieser Zustand kann bis zu einem Jahr in gewissen Situationen auftreten. Bei einem Teil der Patienten gibt es immer wieder im Verlauf Schmerzen im Bandapparat rund um das Gelenk.

Medikamente nach der Operation: Thromboseprophylaxe ist mit Spritzen von niedermolekularen Heparinen zugelassen. Schmerzmittel werden in der Regel für ca. 2 Wochen eingenommen und dann gelegentlich nach Bedarf verabreicht. Im Allgemeinen wird hier Ibuprofen oder ähnliches gegeben.

Rehabilitation / Physiotherapie: Nach OSG Endoprothese wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel stationäre, teilstationäre und ambulante Rehabilitation übernommen.

Als Reha-Maßnahmen sind Lymphdrainage, Krankengymnastik mit Mobilisation des Gelenkes  und Gangschulung anzuraten.

Begonnen wird mit der Teilbelastung des Gelenkes im fixierenden Verband.

Zunächst wird aus der abnehmbaren fixierenden Schiene bewegt, eigenständig und nach Anleitung durch den Physiotherapeuten. Anders als an Knie-, Hüft- und Schultergelenk ist nach Gelenkersatz des Sprunggelenkes die frühzeitige Mobilisation von nicht so entscheidender Bedeutung. Die stationäre Rehabilitation ist nach 4 – 6 Wochen dann sinnvoll, wenn diese nicht ambulant mit täglicher Frequenz erfolgen kann. Leider dominieren bei diesen Entscheidungen versicherungspolitische Vorgehensweisen die medizinischen Notwendigkeiten.  Ökonomische Vorgaben durch die Versicherungsgesellschaften und das Rehaklinikbudget beeinflussen die Häufigkeit und Dauer der Physiotherapie.

Aktive Bewegungsübungen und passive aufdehnende Übungen fördern die Gelenkbeweglichkeit. Muskelkräftigung und Stabilitätstraining verbessern die Funktion des Gelenkes. Entstauende Maßnahmen, wie Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe und andere apperative gestützte Entstauungsmaßnahmen, sind wichtig.

Dauer der Abheilung: Sportliche Belastung, wie Wandern, Golfen, Skifahren etc., sind nach 3 Monaten möglich. Belastungen mit hoher axilaler Belastung (also Springen, Sprinten, Fußball oder Tennis) sind eher ungünstig.

Krankschreibung: Eine Krankschreibung von 6 Wochen bis zu 3 Monaten ist in der Regel angemessen. Bei einzelnen Patienten kann das 2 Wochen oder auch 6 Monate sein.

Hinweis für ein optimales Operationsergebnis: Wird die Nachsorge und Reha nicht wie vom behandelnden Arzt empfohlen bzw. betrieben, wird die Rückgewinnung der Belastungs- und Bewegungsfähigkeit länger dauern und die Beweglichkeit im Endergebnis schlechter sein.

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