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Nierensteine / Nierensteinentfernung - Ursachen

Es gibt verschiedene Erklärungen für die Entstehung von Nierensteinen. Zumeist sind im Urin zu viel steinbildende Substanzen vorhanden und es kommt dann zur Steinbildung. Zur Steinentstehung tragen auch geringe Trinkmengen, Stoffwechselerkrankungen und Harnwegsinfekte bei.

Eine etablierte Theorie zur Steinentstehung ist die Erklärung, dass es durch ein Überschreiten des Löslichkeitsproduktes zum Ausfallen von Salzen kommt und schließlich Konglomerate gebildet werden. Das Überschreiten des Löslichkeitsproduktes kommt durch eine Konzentrationserhöhung von lithogenen, also steinbildenden Substanzen, oder aber ein zu wenig an Flüssigkeit zustande. Diese Harnsteine bestehen in bis zu 98 % aus einer kristallinen, anorganischen Substanz und nur der Rest besteht aus der organischen Steinmatrix.

Neben Stoffwechselursachen können auch anatomische Besonderheiten des Harntraktes zur Harnsteinbildung beitragen. So sorgen Harnabflusshindernisse wie eine Nierenbeckenabgangsstenose oder eine Harnleiterenge für eine vermehrte Harnsteinbildung. Auch bei Verschmelzungsnieren (z.B. Hufeisenniere) kommen Harnsteine häufiger vor. Die Nierensteinbildung kann weitreichende Folgen haben. Akutes Beispiel hierfür ist die Kolik durch Herunterfallen eines Steines aus der Niere in den Harnleiter.

Nierensteine / Nierensteinentfernung - Symptome

Die Symptome eines Nierensteines sind sehr unterschiedlich und insbesondere von Größe, Beweglichkeit und Lage des/der Steine abhängig. Sie reichen von geringen Beschwerden bis hin zur gefürchteten Nierenkolik.

Als Akutsymptom bei einer Verlegung der ableitenden Harnwege durch einen Stein ist die Nierenkolik mit starken, immer wieder kehrenden Schmerzen zu nennen, wobei diese meist bei Harnleitersteinen und nicht bei Nierensteinen auftritt. Eine solche Nierenkolik, oft in Verbindung mit Abflussbehinderungen des Urins aus der jeweilig betroffenen Niere, bedarf der dringenden ärztlichen Behandlung. In der Regel sollten diese Patienten unmittelbar, nach notfallmäßiger Versorgung,  einem Urologen zugewiesen werden, damit hier die weitere Therapie eingeleitet werden kann.

Durch Nierensteine werden oft Rückenschmerzen und in Abständen immer wiederkehrende Flankenschmerzen verursacht. Eine durch einen Stein verursachte Harnwegsinfektion kann zu schweren Entzündungszeichen mit Schmerzen, Fieber und Unwohlsein bis hin zu einer Blutvergiftung  führen. Solche Verläufe sind aber sehr selten und in der Mehrzahl der Fälle ist ein Nierenstein symptomlos.

Nierensteine / Nierensteinentfernung - Diagnose und Differenzialdiagnose

Diagnose: Die Diagnose „Nierenstein“ wird entweder bei der Abklärung von Flankenschmerzen oder von fieberhaften Harnwegsinfekten oder zufällig bei, aus anderen Gründen durchgeführten , Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen gestellt.

Ein Zeichen für einen Stein in Niere oder Harnleiter kann unter dem Mikroskop sichtbares Blut im Urin sein. In der Ultraschalluntersuchung kann man Nierensteine in Form von Aufhellungen und sogenannten Schallschatten erkennen. Hierbei ist die Größenbestimmung meist ungenau und kleine Steine sind schwer von Verkalkungen des Nierengewebes zu unterscheiden. Ein Harnleiterstein kann mittels Ultraschall nur sehr selten direkt festgestellt werden, oft verursacht ein Stein im Harnleiter jedoch einen Harnstau, der mittels Ultraschall diagnostiziert werden kann.

Mit dem Ultraschall kann festgestellt werden, wie groß die Niere ist und wie viel gesundes Nierengewebe vorhanden ist. Außerdem sieht man bei der Untersuchung einen Harnstau, eine Eiteransammlung oder sonstige krankhafte Veränderungen der Niere.

Eine Röntgenaufnahme des gesamten Abdomens (Bauchraum) stellt röntgendichte Strukturen dar und man kann so die Lage und Größe vieler Steine bestimmen. Da einige Steine, v.a. Harnsäuresteine, nicht röntgendicht sind, kann man diese nicht auf einer solchen Röntgenaufnahme nicht erkennen.

Bei einer Ausscheidungsurographie (Urogramm, IVP) wird Kontrastmittel in eine Vene gespritzt und über die Niere ausgeschieden. So kann man Aussagen über Funktion der Niere und Form der ableitenden Harnwege machen. Größere röntgennegative Steine sind oft als Kontrastmittelaussparungen zu erkennen.

Ergänzende Untersuchungen sind Computertomographie und Nierenszintigraphie. Wichtig sind, außer den genannten bildgebenden Untersuchungen, Blut- und Urinuntersuchungen, mit denen man Entzündungen oder Nierenfunktionsstörungen feststellen kann.

Differenzialdiagnose: Fieber und Flanken-/Bauch/Rückenschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Hier muss an Infektionen der Nieren und des Bauchraumes gedacht werden. Auch orthopädisch abzuklärende Rückenerkrankungen können ähnliche Schmerzen bedingen. In seltenen Fällen können auf Röntgenaufnahmen Steine nicht von Tumoren in Nierenkelchen/-becken unterschieden werden.

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