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Knie TEP Wechsel - Die Operation (Teil 1)

Vorbereitung zur Operation: Vor dem Eingriff wird auf der Station noch das Bein rasiert und dem Patienten die OP-Kleidung gegeben. Nach dem Transport in den Operationstrakt erfolgt die Einleitung der Narkose durch den Anästhesisten. Dieser wird oft durch eine Anästhesie-Schwester (oder einen Anästhesie-Pfleger) unterstützt. Zur Vorbereitung ist das Legen eines venösen Zuganges und ggf. eines Blasendauerkatheters erforderlich. Oft wird auch ein sogenannter Periduralkatheter (ein rückenmarksnaher Katheter) zur postoperativen Schmerztherapie vom Narkosearzt angelegt.

Narkose: Ob eine Vollnarkose oder eine Spinalanästhesie erfolgt, wird im Vorfeld mit dem Patienten vereinbart. Die Dauer der Narkose ist im Regelfall etwa 30 Minuten länger als die Operation (also ca. 150 Minuten).

Das OP-Team: Das Operations-Team besteht im Regelfall aus dem Operateur und zwei Assistenten sowie zwei OP-Schwestern (oder OP-Pflegern). Eine davon steht steril am OP-Tisch und reicht dem Operateur die sterilen Instrumente an. Die andere Schwester bringt Verbrauchsmaterialien und die Implantate.

Dauer der Operation: Die Operation dauert im Durchschnitt 120 Minuten.

Knie TEP Wechsel - Die Operation (Teil 2)

Die Operation: Vor der eigentlichen Operation erfolgt in Narkose die Lagerung des Patienten. Hierbei wird eine Blutleere durch eine Blutdruckmanschette am Oberschenkel angelegt. Dies birgt den Vorteil, dass der Operateur eine bessere Sicht bei der Operation hat und der Patient während des Eingriffes weniger Blut verliert. Anschließend erfolgen das sterile Abwaschen des Beines und das sterile Abdecken des Operationsgebietes.

Der Hautschnitt erfolgt normalerweise entlang der alten Operations-Narbe. Manchmal muss dieser auch noch verlängert werden. Nach Eröffnung der Gelenkskapsel wird die meist alte Prothese dargestellt. Je nach Lockerung kann diese nun mit einem Stößel, Hammer oder Säge entfernt werden. Wenn die Prothese in einem anderen Krankenhaus implantiert wurde, kann es notwendig sein, das Ausbauinstrumentarium vorher zu bestellen. Anschließend erfolgen die Säuberung der Knochenoberflächen und eine ausgiebige Spülung. Mit der Säge wird die oberste Grenzschicht passend zur Revisionsprothese entfernt, um eine gute Basis für die neue Prothese zu schaffen. Um diesen Schritt möglichst exakt durchzuführen, wird eine Sägeführung verwendet. Anschließend werden die Knochenqualität und die Bandstrukturen beurteilt. Häufig muss beim Wechsel der Erst-Prothese auf ein gekoppeltes, künstliches Kniegelenk mit zusätzlichen verankernden Schäften zurückgegriffen werden. Es werden nun die Größe der Knochen abgemessen und die passenden Prothesengrößen bestimmt. Dieser Schritt ist sehr wichtig, um die notwendige Stabilität des Kniegelenkes zu gewährleisten und zusätzlich eine gute Beweglichkeit zu ermöglichen. Es werden nun Probekomponenten in das Kniegelenk eingebracht und die Funktion des Kniegelenkes getestet. Erst bei einem guten Bewegungsablauf der Revisionsprothese mit guter Beweglichkeit und wiederhergestellter gerader Beinachse erfolgt das Einbringen der beiden originalen Prothesenanteile (Oberschenkel- und Unterschenkelanteil) in den zuvor festgelegten Größen. In den meisten Fällen werden die Prothesen mit Knochenzement (Polymethylmethacrylat, einem dem Plexiglas sehr ähnlichen Kunststoff) an den Grenzflächen der Knochen fixiert. Um den Knochenzement mit dem offenporigen Knochen gut zu verzahnen, werden die Rückseiten der Prothese mit dem Zement bestrichen und dann auf die Knochengrenzflächen gedrückt. Anschließend wird überschüssiger Knochenzement entfernt und etwa 10 Minuten gewartet, bis der Zement ausgehärtet ist.

Als Lauffläche der Prothese dient das sogenannte Inlay aus Kunststoff (Polyethylen). Dieses ist in der Regel fest mit dem Unterschenkelanteil der Prothese verbunden. Die Koppelung der Prothese erfolgt oft mit einem Zapfen, welcher am Unterschenkelanteil angebracht wird und zwischen der inneren und äußeren Lauffläche des Oberschenkelanteils anliegt. Diesen Typ der Revisionsprothese bezeichnet man als teilgekoppelt. Bei dem komplett gekoppelten Typ wird dieser Zapfen fest mit einer im Oberschenkelanteil einliegenden Achse verbunden. Bei beiden Varianten dient die Kopplung dazu, dem Kniegelenk die notwendige Stabilität zu verleihen.

Abschließend werden die zu Beginn der Operation angelegte Blutleere eröffnet und mögliche Blutungen gestillt. Es wird eine Wunddrainage eingebracht. Die Kapsel und das Unterhautfettgewebe werden mit chirurgischer Naht verschlossen. Die Haut wird entweder genäht oder mit Hautklammern versorgt. Nach dem Ende der Operation werden ein steriler Wundverband und ein Kompressionsverband am operierten Bein angebracht.

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