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Hüft TEP Wechsel - Definition und Fakten

Operationsname, Definition: Hüft-TEP-Wechsel bzw. Hüfttotalendoprothesenwechsel (Synonym: Wechsel bzw. Austausch einer Hüfttotalendoprothese, Revision eines künstlichen Hüftgelenks) / Die Operation wird bei Hüft-TEP-Lockerung, Hüft-TEP Infektion, Inlay-Aufbrauch (Aufbrauch des Polyethylens), seltener bei rezidivierenden Hüft-TEP-Luxationen, noch seltener bei Fehlstellung nach Hüft-TEP, durchgeführt.

Hintergrundinformationen: Die durchschnittliche Standzeit einer Hüftprothese beträgt in etwa 15 Jahre. Nach dieser Zeitspanne zeigt sich öfters eine Lockerung aus dem Knochenlager. Dies ist meistens aufgrund der Abnutzung der Lauffläche (dem sog. Inlay) aus einem Kunststoff (Polyethylen), Metall oder Keramik und die dadurch entstandenen Abriebspartikel bedingt. Diese führen dann zu einer Entzündungsreaktion am Knochen und dadurch zu einer Lockerung der Prothese. Die lockeren Teile der Prothese werden bei der Operation gewechselt.

Wird jedoch eine Infektion der Prothese (in der Regel durch Bakterien verursacht) nachgewiesen, kann ein Wechsel früher erforderlich sein. Der Eingriff muss dann meist zweizeitig durchgeführt werden. In der ersten OP wird das Implantat komplett entfernt und das Knochenlager gereinigt. Ein Platzhalter aus antibiotikahaltigem Knochenzement wird an die Stelle der Prothese implantiert. Zusätzlich werden Antibiotika über die Vene (intravenös, „Tropf“) und/oder als Tabletten verabreicht. Nach sicherer Ausheilung der Infektion an der Hüfte wird in einem zweiten Eingriff wieder eine Hüftprothese eingesetzt.

Es kann auch sein, dass nur einzelne Teile der Hüftprothese ausgetauscht werden müssen. Am häufigsten wird dabei das über die Jahre abgenutzte und verschlissene Inlay ausgetauscht, oder es erfolgt der einfache Wechsel der Pfanne oder des Schaftes. Diese Möglichkeit muss in seltenen Fällen auch ohne Lockerung oder Infektion der Prothese, etwa bei rezidivierenden Luxationen (Ausrenkungen), erwogen werden.

Die Indikation zum Hüft-TEP-Wechsel sollte nur nach ausführlicher Diagnostik und Durchsicht aller Befunde von einem erfahrenen Operateur erfolgen. Da der Wechsel der Prothese in der Regel schwieriger ist als die Erstimplantation, sollte der Operateur über noch mehr Erfahrung dahingehend verfügen. Die Wechseloperation erfordert häufig das Verwenden von sogenannten Revisionsimplantaten, wie längere Schäfte und größere Pfannen mit zusätzlichen Verankerungsmöglichkeiten. Verschiedene spezialisierte Kliniken führen eine zusätzliche biologische Knochenrekonstruktion mit Fremdknochen durch. Die Standzeiten der Wechselimplantate sind durchschnittlich geringer als die der Primärprothese und erreichen oft nur 10 Jahre.

Facharzt dieser Operation: Fachärzte für Orthopädie, Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie und gelegentlich auch Fachärzte für Chirurgie führen Hüftgelenkswechseloperationen durch.

Häufigkeit pro Jahr: Da die Anzahl der Erstimplantationen von Hüftendoprothesen stetig ansteigt, steigt auch die Anzahl der Wechseloperationen. So werden aktuell in Deutschland etwa 22.000 Wechseloperationen von Hüftprothesen pro Jahr durchgeführt.

Stationär / Ambulant: Die Operation wird stationär durchgeführt.

Kosten der Operation und Kostenübernahme durch die Krankenkasse: Der gesetzlichen Krankenkasse entstehen für die stationäre Behandlung und die Operation Kosten in Höhe von ca. 10.000 Euro, welche komplett von privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

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