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Kieferbruch / Unterkieferbruch (Unterkieferfraktur) - Alternativen und Heilungschancen

Grund und Ziel der Operation: Erfolgt keine zeitnahe Behandlung eines Kieferbruchs durch Ruhigstellung, Operation und Medikamente (antiinfektive Prophylaxe), bestehen verschiedene Risiken. Es kann zu einer Infektion der Weichgewebe oder des Knochens (mit Verlust desselben) kommen. Diese Infektionen können sich prinzipiell auch im Körper ausbreiten. Erfolgt keine operative Versorgung, besteht die Gefahr einer Verheilung in Fehlstellung mit nachfolgender Funktionseinschränkung (Kauen, Sprechen, Schlucken) oder sogar Funktionsverlust. Ebenso ist eine inkomplette Heilung mit nur bindegewebiger Überbrückung des Bruchspalts möglich. In Ausnahmefällen, wenn der Bruch nicht verschoben ist oder bei Kindern mit straffer Knochenhaut, (Periost) kann auch eine konservative Behandlung versucht werden.

Vor- und Nachteile der gewählten Operation: Die Vorteile der Operation liegen in der anatomisch richtigen Wiederherstellung der Kontinuität der Kieferknochen. Durch moderne Behandlungsmaßnahmen kann meist auf eine post-operative Ruhigstellung des betroffenen Kiefers („Verdrahtung der Kiefer“) verzichtet werden. Der gebrochene Kiefer kann direkt nach der operativen Versorgung wieder leicht belastet werden. Die Nachteile einer Operation liegen vor allem in der seltenen Gefahr Nachbarstrukturen zu verletzen (Zähne, sensibler Gesichtsnerv an der Unterlippe u.a.).

Heilungschancen: Bei einfachen Brüchen ist von einer kompletten Heilung auszugehen. Bei komplizierten (Trümmer) Brüchen ist dies von der individuellen Situation abhängig.

Alternativen zu dieser Operation: Operative Alternativen gibt es keine. Die einzelnen Verfahren richten sich jedoch nach dem Verletzungsmuster und können daher voneinander abweichen.

Bei gering verschobenen Frakturen ist auch eine konservative Behandlung möglich. Diese Behandlung erfordert aber eine Ruhigstellung des betroffenen Kiefers für 4 bis 6 Wochen. Da man einen Kiefer nicht, wie z.B. einen Arm oder ein Bein, mit Hilfe eines Gipsverbandes Ruhig stellen kann, ist es notwendig den Ober- mit dem Unterkiefer fest mit Drahtschlingen zu verbinden. Die Ernährung erfolgt während dieser Zeit über flüssige Nahrungsmittel. Nachteile dieses Verfahrens sind mögliche Zahnschäden durch die Drahtschienen und die erschwerte Mundhygiene, eine schlechtere Ruhigstellung des Bruchs und eine mögliche Versteifung der Kiefergelenke durch fehlende Bewegung.

Entscheidung für die Operation: Wenn keine konservative Therapie möglich ist, sollte immer eine Operation erfolgen. Die Frakturversorgung sollte nach Möglichkeit innerhalb der ersten 48 Stunden erfolgen.

Risiken bei der Operation zum Kieferbruch

Die genauen Risiken der Narkose wird der Anästhesist vor der Operation darlegen. Risiken der Operation sind Verletzung von Nerven (taubes Gefühl an der Unter- oder Oberlippe, Bewegungsstörung des Mundwinkels), Zahnschäden (bis hin zum Verlust), Infektion des Osteosynthesematerials, Infektion des Frakturbereichs, Verheilung in Fehlstellung oder fehlende Heilung.

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Autoren:

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