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Gynäkomastie - Definition und Fakten

Operationsname, Definition: Als Gynäkomastie bezeichnet man die weiblich imponierende Vergrößerung der männlichen Brust, wobei im Falle der ‚echten Gynäkomastie’ neben einer möglichen Fettgewebsvermehrung immer ein nachweisbares Wachstum des Brustdrüsenkörpers vorliegt. Die Gynäkomastie kann ein- oder beidseitig auftreten. Ziel der Gynäkomastie-Operation sollte eine narben-sparende Wiederherstellung der normalen männlichen Brustkontur durch Entfernung des überschüssigen Brustdrüsen- und ggf. Fettgewebes sein.

Die Gynäkomastie-Operation kann bei allen Patienten mit echter Gynäkomastie sowie Pseudogynäkomastie angewandt werden. Hierdurch können zum einen körperliche Beschwerden, wie z.B. Schmerzhaftigkeit, reduziert bzw. aufgehoben werden. In den meisten Fällen ist das Ziel, eine erhebliche Verbesserung der durch die vergrößerten Brüste eingeschränkten Lebensqualität zu erreichen. Durch die Wiederherstellung einer normalen männlichen Brustkontur ohne auffälligen Narben sollte es den Betroffenen möglich sein, die oftmals eingetretene psychosoziale Zurückgezogenheit bzw. Isolation zu überwinden, um wieder sportlichen Aktivitäten nachzugehen bzw. ein ungehemmtes Körperbewusstsein zurück zu erlangen.

Hintergrundinformationen / Herkunft und Entwicklung: Für die chirurgische Behandlung der Gynäkomastie stehen zahlreiche Techniken zur Verfügung, wobei auch heute nicht selten noch immer veraltete Vorgehensweisen angewandt werden. Gemeinsames Ziel aller Operationstechniken sollte sein, die normale männliche Brustkontur narbensparend wiederherzustellen. Die verschiedenen Techniken unterscheiden sich in Verlauf und Länge der Schnittführung und somit der resultierenden Narbenlänge sowie dem Einsatz unterschiedlicher Techniken zur Konturmodellierung des überschüssigen Fettgewebes. Hier stehen die veralteten rein resektiven (heraustrennenden) Verfahren dem wenig invasiven und narbensparenden Einsatz der Fettabsaugung gegenüber.

In eigenen Studien konnte gezeigt werden, dass nach alleiniger Fettabsaugung ohne radikale Drüsenkörperentfernung im Falle einer echten Gynäkomastie die Wahrscheinlichkeit zum Wiederauftreten des ursprünglichen Befundes wenige Monate nach erfolgter Operation deutlich erhöht ist. Durch den Einsatz veralteter Techniken resultieren häufig Ergebnisse mit unregelmäßiger und unharmonischer Brustkontur, eingesunkenen, abgestorbenen oder teilabgestorben gefühllosen Brustwarzen und sichtbarer entstellender Narbenbildung.

Die durch den Autor (Prof. Dr. J. Borges) seit über 10 Jahren entwickelte Technik stellt die schonendste und am meisten narbensparende Methode zur Behandlung der Gynäkomastie dar. Über einen später unkenntlich kleinen Schnitt am Unterrand der Brustwarze erfolgt die Drüsenkörperentfernung in Kombination mit einer speziellen Technik der Fettabsaugung.

Vorteil dieser Operationstechnik ist, dass hierdurch eine völlig natürliche männliche Brustkontur wiederhergestellt (siehe Bild) und in den meisten Fällen auf eine zusätzliche Narben hinterlassende produzierende Hautstraffung verzichtet werden kann. Diese Methode zur Behandlung der Gynäkomastie wird heute international als Goldstandard angesehen.

Facharzt dieser Operation: Konsultiert werden sollte hierfür der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, der sich idealerweise auf den Bereich Brustchirurgie spezialisiert hat. Durch den häufigen und standardisierten Einsatz speziell hierfür entwickelter Techniken, die entsprechend individueller Bedürfnisse persönlich abgestimmt und angewandt werden sollten, können am ehesten optimale ästhetische Ergebnisse durch eine Gynäkomastie - OP erzielt werden.

Häufigkeit pro Jahr: Zahlenmäßige Erhebungen über die Häufigkeit von Gynäkomastie-Operationen in Deutschland wurden bislang nicht veröffentlicht.

Stationär / Ambulant: Abhängig vom Wunsch des Patienten und der Ausprägung des Befundes kann die Gynäkomastie - Operation sowohl in örtlicher Betäubung in Kombination mit einem Dämmerschlaf als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Im Falle einer einzulegenden Drainage wird ein stationärer Aufenthalt mit einer Übernachtung empfohlen, grundsätzlich lässt sich der Eingriff auch ambulant durchführen.

Kosten der Operation und Kostenübernahme durch die Krankenkasse: Die reinen Operationskosten (inkl. MwSt.) liegen zwischen 2.900-4.500 Euro. Hinzu kommen ggf. die Kosten für Narkose, stationären Aufenthalt und Kompressionsweste.

Die Gynäkomastie verursacht im Gegensatz zur vergrößerten Brust bei der Frau meist keine körperlichen Beschwerden. Da für die Behandlung psychosozialer Leiden der Plastische Chirurg seitens der Krankenkassen in der Regel nicht anerkannt wird, werden die Kosten für eine solche Behandlung nur noch selten in begründeten Fällen übernommen.

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