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Blasenkrebs / Blasenkarzinom / Harnblasenkarzinom - Fakten

Operationsname, Definition: Transurethrale Resektion der Harnblase (TUR-B) /
Bei der transurethralen Resektion der Harnblase (TUR-B) handelt es sich um eine urologische Operationstechnik, bei der erkranktes Gewebe aus der Harnblase ohne äußeren Schnitt durch die Harnröhre hindurch abgetragen wird.

Hintergrundinformationen: Jedes Jahr erkranken nach Angaben des Robert Koch-Instituts etwa 25.000 Menschen in Deutschland neu an einem Karzinom der Harnblase. Männer sind im Vergleich zu Frauen etwa zweieinhalb Mal so häufig betroffen. Das Harnblasenkarzinom stellt derzeit etwa 2% aller malignen (bösartigen) Erkrankungen dar. Es handelt sich hierbei um die vierthäufigste Tumorerkrankung beim Mann und die zehnthäufigste Tumorerkrankung bei der Frau.

Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 70 und für Frauen bei 73 Jahren. Bei bösartigen Neubildungen der Harnblase handelt es sich fast immer um sogenannte Urothelkarzinome, die auch als Transitionalzellkarzinome (Übergangszellkarzinome) bezeichnet werden. Häufig lassen sich derartige Tumoren multifokal (gleichzeitig an verschiedenen Stellen in der Harnblase) nachweisen.

Deutlich seltener sind Plattenepithelkarzinome oder Adenokarzinome der Harnblase. Im Allgemeinen werden flache Wachstumsformen von sogenannten papillären (warzenformigen) oder soliden Tumoren unterschieden.

Facharzt dieser Operation: Eine Harnblasenspieglung bzw. die transurethrale Resektion eines Tumors wird vom Urologen durchgeführt.

Häufigkeit pro Jahr: Nach dem Prostatakarzinom gilt das Harnblasenkarzinom als die zweithäufigste bösartige Erkrankung im Urogenitaltrakt. Beim Mann liegt die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr bei 30 auf 100 000 Einwohner, bei der Frau bei 8 Neuerkrankungen pro Jahr auf 100 000 Einwohner.

Herkunft und Entwicklung: Das erste elektrisch beleuchtete Zystoskop wurde durch Max Nitze im Jahr 1879 vorgestellt und stellt die Voraussetzung für die heute verfügbaren TUR-B Instrumente dar. Nitze entwickelte zudem Instrumente, die als Operationszystoskope eingesetzt werden konnten und führte die Kauterisierung (Verödung von Tumoren) bei der Abtragung von Harnblasentumoren ein.

Max Stern führte im Jahr 1926 den Begriff des Resektoskops ein. Er schuf damit den Prototyp des heutigen Resektoskops.

Stationär / Ambulant: Die transurethrale Resektion der Harnblase wird in der Regel unter stationären Bedingungen durchgeführt.

Kosten der Operation und Kostenübernahme durch die Krankenkasse: Eine TUR-B kostet ca. 2100 Euro und wird von der Krankenkasse übernommen.

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