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Sterilisation Mann - Alternativen und Entscheidung zur Vasektomie

Grund und Ziel der Operation: Letzten Endes ist das Ziel des Eingriffes eine dauerhafte Verhütung bei abgeschlossener Familienplanung. Durch die Vasektomie wird der Mann unfruchtbar und es kommt zur Unterbrechung der Durchgängigkeit der Samenleiter, zumeist durch Entfernung eines Samenleiterteilstückes und anschließender Ligatur (Abknoten) der Enden.

Erfolgsquoten: Der Eingriff ist in den allermeisten Fällen erfolgreich. Je nach Operationsmethode werden Rekanalisierungsraten von bis zu 2% berichtet, es findet also ein erneutes Zusammenwachsen der Samenleiter statt und ggf. besteht dann wieder Fertilität des Mannes.

Alternativen zu dieser Operation: Alle anderen Methoden der Empfängnisverhütung sind auch möglich.

Entscheidung für die Vasektomie: Der Antrieb zu einer Vasektomie geht vom Patienten aus. Der Arzt muss über Erfolgsraten und Risiken der Operation aufklären. Anschließend muss der Patient ggf. gemeinsam mit der Partnerin die Entscheidung für oder gegen die Operation treffen.

Risiken bei der Vasektomie / Sterilisation beim Mann

Folgende spezifische Risiken dieser Operation sind zu erwähnen:

  • Nachblutung (Hämatom) mit evtl. Notwendigkeit der operativen Revision
  • Entzündungen (Infektionen) können sowohl an der Hautwunde und (sehr selten) auch an Hoden und Nebenhoden auftreten.
  • Nach Vasektomie können Schmerzen im Nebenhodenbereich auftreten, diese Schmerzen sind meist nur vorübergehend.
  • Sogenannte Spermagranulome entstehen in unterschiedlicher Ausprägung bei 3-75% der vasektomierten Männer. Es handelt sich hierbei um ungefährliche Schwellungen im/am Nebenhoden, die leichte Druckgefühle bedingen können.
  • Sehr selten kann es trotz der Vasektomie zu einer Schwangerschaft kommen. Das Risiko lässt sich deutlich dadurch reduzieren, dass mindestens zwei Spermiogramme ohne Spermiennachweis abgewartet werden, bevor ungeschützter Geschlechtsverkehr ausgeübt wird.
  • Wichtig ist der Hinweis, dass es sich evtl. um einen nicht reversiblen Eingriff handelt. Eine sogenannte Vasovasostomie zur Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit führt nur in durchschnittlich 50% der Fälle zu einer Schwangerschaft der Partnerin.

Hinweis: Dieser Abschnitt kann nur einen kurzen Abriss über die gängigsten Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das ausführliche Gespräch mit dem Arzt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

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