Qualifikation zum Ernährungsberater – Uni oder Ausbildung?

Die Aufgabe eines Ernährungsberaters ist es, seinen Kunden zu einer gesunden und speziell abgestimmten Ernährung zu verhelfen. Aus verschiedenen Gründen erhalten Ernährungsberater Aufträge, z.B. aus ästhetischen oder gesundheitlichen Hintergründen. Zielführend ist nach einer Analyse der jeweiligen Umstände, das Schreiben von Ernährungsplänen sowie die Betreuung des Kunden, um diese schließlich langfristig umzusetzen.

Ernährungsberater durch eine Ausbildung

Um Ernährungsberater zu werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Innerhalb einer 3-jährigen Ausbildung ist es Ihnen möglich den Beruf der Diätassistenz zu erlernen. Der größte Teil dieser Ausbildung beinhaltet die Theorie, während es nur wenige praktische Einheiten gibt. Diese bestehen unter anderem aus Praktika in Praxen oder Kliniken. Inhaltlich wird Ihnen unter anderem das Fachwissen in den Bereichen Ernährungslehre, Biochemie, Hygiene und die Organisation eines Küchenbetriebes vermittelt. Die Ausbildung erfolgt meistens an Berufsfachschulen und wird nicht vergütet. Der staatlich geprüfte Abschluss besteht aus einem theoretischen, praktischen sowie mündlichen Teil.

Ernährungsberater durch ein Studium

Es ist ebenfalls möglich den Beruf als Ernährungsberater auszuüben, nachdem Sie ein Studium absolviert haben. Die Studiengänge für diesen Berufszweig nennen sich Ökotrophologie oder Ernährungswissenschaften, für welche Sie zeitlich 6 bis 12 Semester einplanen sollten. Diese Studien können Sie sowohl im Rahmen eines Präsenzstudiums als auch eines Fernstudiums absolvieren. Der Studieninhalt ist mit Modulen wie Biologie, Lebensmittelkunde und auch Betriebswirtschaftslehre weit gefächert. Das Studium wird nach dem Bestehen aller Module jeweils mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen und kann im Anschluss durch einen Masterstudiengang ausgebaut werden.

Weiterbildung

Sowohl nach der Ausbildung als auch nach dem Studium erfolgt eine ein bis zwei jährliche Weiterbildung, welche Sie schließlich zu einem Ernährungsberater macht. Auch als Quereinsteiger ist es möglich durch eine Umschulung zum Ernährungsberater zu werden. Anschließend können Sie sich mit einer eigenen Praxis verselbstständigen oder für Kliniken sowie Krankenkassen arbeiten. Um sich auf bestimmte Aufgabenbereiche zu spezialisieren werden verschiedene Weiterbildungen oder Lehrgänge angeboten. Die Vergütung eines Ernährungsberaters variiert je nach Ausbildungsgrad, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrungen und Arbeitgeber. Um die gesamte Ausbildung zu finanzieren, besteht für Sie die Möglichkeit BAföG zu beantragen.

Qualifikationen

Die Ausbildung zum Diätassistenten setzt die mittlere Reife oder einen gleichwertigen Schulabschluss voraus, während die Einschreibung für einen der Studiengänge nur mit einer Fachhochschulreife oder dem Abitur möglich ist. Um als Ernährungsberater zu arbeiten ist ein Interesse an den Naturwissenschaften von Vorteil, da der Werdegang nicht nur aus der Ernährungslehre an sich besteht, sondern unter anderem auch aus der Mathematik, der Physik und der Anatomie des Menschen. Kenntnisse der Biologie und Chemie verhelfen zum Verständnis der Nahrungsaufnahme und der anschließenden Verarbeitung im Körper. Zum Erstellen von Nährwertangaben bis hin zu Kostenkalkulationen sind Grundkenntnisse der Mathematik vorausgesetzt. Eigenschaften wie Empathie, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein werden im Berufsalltag eines Ernährungsberaters im Umgang mit dem Kunden gefordert.

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