Pflege in den eigenen vier Wänden: Was Angehörige beachten sollten

Im fortgeschrittenen Alter kommen wir alle früher oder später an den Punkt, wo wir Unterstützung benötigen. Oftmals trifft die Pflegebedürftigkeit plötzlich und unerwartet ein und dann kommen viele Fragen und Entscheidungen auf die Angehörigen zu. Wie soll die Pflege realisiert werden? Besteht die Möglichkeit, die Unterstützung selbst zu gewährleisten oder sollte man Hilfe in Anspruch nehmen? Wie wird der Pflegebedarf ermittelt und welche gesetzlichen Vorgaben gilt es zu beachten? Dies sind nur einige der Fragen, auf welche man Antworten suchen sollte.

Warum in den eigenen vier Wänden bleiben

Die Pflege zu Hause hat den Vorteil, dass man sich weiterhin im gewohnten Umfeld befindet und nicht in ein Pflegeheim oder Altenheim umziehen muss. Entscheidet man sich als Angehöriger dazu, dem Pflegebedürftigen dies zu ermöglichen, dann hilft man dabei einen beachtlichen Teil der Selbstbestimmung und der Freiheit zu bewahren. Darüber hinaus bietet die Pflege zu Hause die Möglichkeit, in der Nähe der Verwandten und Freunde zu bleiben und dabei jede notwendige Unterstützung im Alter zu bekommen, sei es von den Angehörigen selbst oder durch einen unterstützenden Pflegedienst oder einer 24 Stunden Betreuung durch geeignetes Fachpersonal. Zu guter Letzt spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle bei der Entscheidung die Pflege zu Hause zu übernehmen, denn eine Unterbringung in einem Pflege- oder Altenheim ist oftmals kostspieliger.

Welche Aufgaben umfasst die häusliche Pflege

Nimmt man professionelle Unterstützung bei der Pflege in Anspruch, dann ist es hilfreich das Spektrum der Aufgaben zu kennen und zu wissen, dass sich die häusliche Pflege je nach Pflegegrad anpassen lässt. Diese sechs Pflegeleistungen umfassen die Angebote der Pflegekräfte:

1. Pflege des Körpers:

Zu den körperlichen Pflegemaßnahmen gehören unter anderem die Hilfe beim An- und Ausziehen, bei der gesamten Körperpflege und auch die Hilfe bei dem Gang zur Toilette.

2. Ernährung:

Bei der Unterstützung bei der Ernährung geht es nicht alleine darum beim Zubereiten behilflich zu sein, sondern auch bei der Nahrungsaufnahme kann Unterstützung gegeben werden. Unter diesen Bereich fällt auch die künstliche Ernährung mittels Sonde, die, wenn benötigt, vom Pflegenden übernommen wird.

3. Haushaltshilfe:

Alle täglichen Aufgaben im Haushalt, wie das Putzen, aber auch Einkaufen und das Waschen der Wäsche fällt bei Bedarf in das Aufgabengebiet des Pflegenden.

4. Begleitung und Beschäftigung:

Auch diese zwei Punkte sollten nicht unterschätzt oder vernachlässigt werden. Zum einen muss sichergestellt werden, dass die Pflegebedürftigen weiterhin zu ärztlichen Terminen oder auch Treffen privater Natur begleitet werden und neben der Pflege gehört auch die Beschäftigung zu den Aufgaben dazu. Denn sonst läuft man Gefahr, dass die Bedürftigen in den eigenen vier Wänden vereinsamen.

5. Medizinische Versorgung:

Zu guter Letzt gehört natürlich auch die medizinische Versorgung zu den Aufgaben. Dabei kann es sich um die Hilfe bei der Einnahme von Medikamenten handeln, aber auch Wunden müssen fachmännisch versorgt werden oder Spritzen gesetzt werden. Hier benötigt man auf jeden Fall Hilfe von medizinischem Fachpersonal.

Fazit

Einige Punkte und Aufgaben, die die Pflege in den eigenen vier Wänden umfassen, können von Angehörigen übernommen werden. Man sollte sich jedoch genau informieren, woher man darüber hinaus Unterstützung bei den Aufgaben bekommen kann, die man nicht selbst übernehmen kann.

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