Peyronie und ihre Risiken – das können Betroffene im Fall einer Erkrankung tun

Es gibt viele Männer, die mit unterschiedlichen Problemen des Penis zu kämpfen haben. Eine häufige Beschwerde sind Krümmungen. Während leichte Krümmungen in der Regel unproblematisch sind, können stärkere Krümmungen die Lebensqualität stark mindern. Im schlimmsten Fall bergen sie sogar gesundheitliche Risiken. Eine Krümmung des Penis wird als Peyronie (Induratio penis plastica) bezeichnet. Verursacht wird die Peyronie-Krankheit durch eine Gewebeverdickung. Eine Diagnose der Krankheit kann bei einer Untersuchung meist direkt festgestellt werden. Möglicherweise ist aber eine Ultraschall-Behandlung vonnöten, um eine genaue Diagnose stellen zu können. Eine Behandlung stellt sich hingegen in vielen Fällen als umständlicher heraus, als eine Diagnose der Krankheit.

Methoden zur Behandlung der Peyronie-Krankheit

Eine Peyronie kann durch einen chirurgischen Eingriff beseitigt werden. Dabei wird das Narbengewebe entfernt, wodurch sich die Krümmung zurückbildet. Wie bei anderen Operationen des Penis, ist ein chirurgischer Eingriff aber auch hier mit Risiken verbunden. Viele Experten raten daher von einer Operation des Penis ab. Die Verkürzung kann nämlich zu Schäden führen und sogar eine erektile Dysfunktion begünstigen. Ein derartiger Eingriff sollte also wirklich nur dann infrage kommen, wenn die Krankheit weit fortgeschritten ist und es keine Alternative gibt.

Die Behandlung durch einen Penimaster ist in den meisten Fällen sinnvoller. Beim medizinischen Gerät handelt es sich um einen Expander, der den Penis stimuliert. Dadurch wird eine physiologisch sachgerechte Dehnung ermöglicht. Diese Dehnung wiederum kann (über einen längeren Zeitraum hinweg) vorliegende Probleme korrigieren. Darunter auch Krümmungen aufgrund einer Peyronie. Die Wirksamkeit des Penimasters ist unumstritten. Es gibt sogar eine medizinische Studie dazu, die im British Journal of Urology International veröffentlicht wurde. Herausgebracht wurde diese Studie von Dr. Moncada und international anerkannten Krankenhäusern. Der Penimaster ist also definitiv sinnvoll für eine Therapie.

Wenn nicht die Beseitigung des Problems, sondern eher das Lindern der Symptome im Vordergrund steht, gibt es einige weitere Methoden. Deren Wirksamkeit ist jedoch nur teilweise belegt. Helfen können beispielsweise Präparate mit Vitamin E. Vitamin E unterstützt die Wundheilung und kann so Vernarbungen mindern. Dasselbe ist bei Injektionen von verschiedenen Medikamenten der Fall. Besonders Kollagenase aus Clostridium histolyticum, Verapamil und Kortikosteroiden haben einen guten Ruf. Theoretisch ist die Linderung der Beschwerden auch durch eine Bestrahlung möglich. Ein solche ist aufgrund möglicher Gewebeschädigung jedoch recht risikoreich. Daher ist es in den meisten Fällen sinnvoller, auf andere Behandlungsmethoden zurückzugreifen.

Komplikationen bei einer Peyronie-Krankheit

Bei einigen Patienten verläuft eine Peyronie ohne nennenswerte Symptome und bildet sich von selbst wieder zurück. Andere hingegen müssen mit unterschiedlichen Beschwerden kämpfen. Schmerzen bei einer Erektion und Probleme bei der Penetration sind zwei der häufigsten Probleme. Die Peyronie-Krankheit kann jedoch auch eine erektile Dysfunktion begünstigen und sogar das Krebsrisiko erhöhen. Für den Fall, dass ernste Symptome vorliegen, ist eine Behandlung unerlässlich. Doch nicht nur aufgrund der gesundheitlichen Risiken ist eine Peyronie problematisch. Viele Patienten klagen darüber, dass die Krankheit ihre Lebensqualität stark verschlechtert hat. Einige sind nicht einmal mehr in der Lage Geschlechtsverkehr auszuüben. Die Krümmung ist einfach zu stark, was ein Eindringen unmöglich macht.

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