Augenlidkorrektur mit oder ohne Laser

Eine Korrektur des Augenlids kann sowohl am Ober- als auch am Unterlid durchgeführt werden. Am Oberlid werden dabei Schlupflider, erschlaffte Haut in der Augenlidfalte, und am Unterlid Tränensäcke, also permanente Schwellungen unterhalb des Auges, entfernt.

Schuld an der Entstehung von Schlupflidern ist das Bindegewebe. Mit dem Alter wird die Haut dünner, verliert Wasser- und Fettgehalt. Dies hat zur Folge, dass die Spannkraft der Augenlider verloren geht und sich ein Hautüberschuss bildet.

Je nach genetischer Veranlagung, Lebensstil und Schlafgewohnheiten entstehen Tränensäcke bei manchen Menschen jeden Morgen – und verschwinden im Laufe des Tages. Bei anderen allerdings hat sich unterhalb des Auges Wasser oder Fettgewebe eingelagert, das zu den unerwünscht hängenden Hautfalten führt.

Viele Betroffene leiden unter diesen Alterserscheinungen. Bei manchen führen Schlupflider zu einer Sehbehinderung, da die überschüssige Haut ins Blickfeld ragt, und Tränensäcke dazu, dass sie nur noch müde und erschöpft aussehen. Doch das muss nicht sein.

Augenlidstraffung

Eine Augenlidstraffung ist für viele Patienten die optimale Lösung. Einige leiden jahrelang unter dem Gefühl „alt und verbraucht“ auszusehen. Mit einer operativen Behandlung ihrer Leiden steigt die Lebensqualität der Betroffenen enorm.

Bei der Operation am Oberlid wird ein Hautschnitt innerhalb der Lidumschlagfalte gesetzt. Überschüssiges Fettgewebe und ein Teil des Augenringmuskels können nun sanft entfernt werden. Bei Bedarf strafft der Chirurg die Bindegewebsschicht. Es erfolgt ein zweiter Schnitt, durch den die überschüssige Haut des Oberlids entfernt wird.

Bei der Entfernung störender Tränensäcke wird ein Schnitt unterhalb der Wimpernlinie gesetzt, durch den überschüssiges Fettgewebe und Anteile des Augenringmuskels neu positioniert beziehungsweise gestrafft werden.

Augenlidstraffung mit Laser

In der Vergangenheit wurde diese Art Operationen hauptsächlich mit dem Skalpell durchgeführt. Der Fortschritt moderner Technologie ermöglicht nun auch den Einsatz sogenannter Laserskalpelle. Die OP wird ambulant durchgeführt, so dass Patienten nach etwa einer Woche wieder gesellschaftsfähig sind.

Vorteile

Der Laser wirkt hämostatisch, stoppt also Blutungen kleiner Gefäße, die den Operationsverlauf behindern könnten. Ein Laserskalpell sorgt daher für eine saubere Schnittführung und verhindert das Entstehen von dunklen Einblutungen und Schwellungen.

Nachteile

Der Laser fungiert zwar als Skalpell, doch die Haut wird nicht aufgeschnitten, sondern durch Hitze durchtrennt. Diese Verbrennung führt dazu, dass die Wundränder verschorfen und dadurch wesentlich schlechter abheilen. Auch die Angst vor Augenverletzungen durch das Laserlicht ist nicht unbegründet. Zudem sind die Kosten einer Augenlidkorrektur via Laser oft höher, als die beim traditionellen Verfahren mit Skalpell. Das liegt daran, dass eine Laserbehandlung aufwändiger und komplizierter ist und bestimmte Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Die Amortisation des Gerätes schlägt zusätzlich zu Buche.

Augenlidstraffung ohne Laser

Diese Methode ist altbewährt und generiert konstant gute Ergebnisse. Viele Ärzte kehren nach einem Ausflug zur Lasermethode zum Skalpell zurück. Ein wichtiger Grund: Das Handstück des Lasers lässt sich nicht so kontrolliert führen wie ein Skalpell. Auch ohne Laser wird die Operation ambulant durchgeführt und nach etwa einer Woche kann sich der Patient wieder in der Öffentlichkeit zeigen. Renommierte Kliniken wie die Klinik am Opernplatz in Hannover schwören daher auf die traditionellere Methode.

Vorteile

Die Schnitte sind genauer und tiefer. Dadurch ermöglicht der Einsatz des Skalpells, Haut abzutragen und nicht nur zu veröden. Fäden können früher entfernt werden als nach einer Laser-Behandlung. Außerdem sind keine negativen Langzeitfolgen zu erwarten.

Nachteile

Schwellungen und Hämatome nach der OP bedeuten, dass der Patient kurzfristig unter „blauen Augen“ leidet. Allerdings müssen bei einer Skalpell-Behandlung nicht zwangsläufig, mehr Blutergüsse auftreten. Chirurgen stillen auftretende Blutungen ebenso gut direkt durch die sogenannte Elektrokoagulation – eine durch Strom ausgelöste Verbrennung, die wie der Laser sofort blutungsstillend wirkt.

Fazit

Erfahrene Ärzte sind sich einig: Ob man mit Skalpell oder Laser schneidet, ist für das Ergebnis unbedeutend. Wichtig ist, dass ein erfahrener Chirurg sein Instrument beherrscht. Allerdings ist es mit dem Skalpell möglich, mehr Haut abzutragen, als mit einem Laser, der sie nur minimiert. Bei ausgeprägten Schlupflider oder Tränensäcken ist daher die Behandlung mit Skalpell unumgänglich.

Kommentarfunktion ist deaktiviert