Angst vor dem Zahnarzt: Tipps für Angstpatienten

Viele Menschen fürchten sich vor dem Zahnarzt. Meist entsteht diese Angst bereits in der Kindheit und konnte im Laufe der Jahre immer weiter voranschreiten. Doch auch schlechte Erfahrungen können ein Grund dafür sein, dass vor jedem Kontrolltermin die nervliche Anspannung steigt. Wie auch immer diese Angst entstanden ist, für Betroffene stellt sie eine große Belastung dar und viele von ihnen schämen sich für ihre Furcht. Dabei gibt es heute viele Möglichkeiten, mit denen der Zahnarzttermin stressfreier und entspannter wird. Wir zeigen welche das sind.

Zahnbehandlung unter einer Sedierung

Wenn eine wichtige Zahnbehandlung bevorsteht, liegen die Nerven meist blank. Viele Patienten schieben den Termin so lange wie möglich hinaus oder sagen ihn kurzfristig wieder ab. Dabei sollte ein von Karies befallener Zahn oder eine Zahnfleischentzündung schnellstmöglich behandelt werden, um weitere Schäden zu vermeiden.

Viele Zahnärzte bieten die Möglichkeit, vor der Zahnbehandlung eine Sedierung zu verabreichen, die den Patienten in einen Dämmschlaf versetzt. Die Injektion erfolgt intravenös und nimmt dem Betroffenen seine Nervosität. Große Behandlungen können dank der Medikamente ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden, während der Patient in einen angenehm ruhigen Schlaf verfällt.

Entspannungsübungen

Die Angst vor dem Zahnarzt entsteht meist schon im Vorfeld. Tage vor dem Eingriff spielen die Nerven bereits verrückt und es macht sich ein allgemeines Unwohlsein bemerkbar. Sobald die ersten Angstsymptome auftreten, sollten Betroffene einige Entspannungsübungen anwenden:

  • Yoga und Meditation helfen dabei, zur Ruhe zu kommen und die Nervosität zu kontrollieren. Bei einer einfachen Übung legen Sie sich gerade auf den Rücken und falten die Hände auf Ihrem Bauch. Atmen Sie tief durch die Nase ein und spüren Sie, wie sich die Luft in Ihrem Bauch und Ihrer Brust verteilt. Versuchen Sie sich nur auf die Atmung zu konzentrieren und schalten Sie alles um sich herum aus.
  • Auch lange Bäder oder ein Saunabesuch können dabei helfen, die Angst zu lindern und gegen das Unwohlsein anzugehen. Ätherische Öle im Badewasser wirken sich zudem beruhigend auf die Sinne aus.

Therapeutisch Maßnahmen

Ist die Angst so ausgeprägt, dass Zahnarztbesuche gänzlich gemieden werden, helfen meist nur therapeutische Maßnahmen. Ein Spezialist kann dabei behilflich sein, der Furcht auf den Grund zu gehen und mit einigen Übungen und Gesprächen dazu beitragen, diese langfristig zu bekämpfen. Während der Therapie lernt der Patient, seiner Angst zu begegnen und die Situation furchtlos zu bewältigen.

Wie viele Sitzungen nötig sind, ist abhängig vom Ausprägungsgrad der Phobie. Manche Personen können innerhalb weniger Therapiestunden ihre Angst besiegen, während andere mehr Zeit benötigen.

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