Das Piercing ist ein beliebtes modisches Accessoire. Besonders beliebt sind der Bauchnabel, der Nasenflügel und das Ohrläppchen. Menschen, die sich ein Piercing stechen lassen, wollen vor allem auffallen und im Trend liegen. Manchen Menschen gibt das Piercing sogar ein komplett neues Lebensgefühl. Doch nicht jede Stelle ist für ein Piercing geeignet und es müssen ein paar Dinge beachtet werden, um ein Piercing sicher stechen zu lassen.

Hygiene bei Piercing im Mundraum

Besonders junge Frauen lassen sich gern ein Lippen- oder Zungenpiercing stechen. Ein Piercing im Lippenbändchen kann recht schnell abheilen, da die Haut dort sehr dünn ist. Eine vollständige Heilung kann schon nach zirka zwei Wochen erreicht werden. Ein Piercing in der Zunge benötig hingegen bis zu vier Wochen, um vollständig zu heilen. Besonders beliebt sind hier kleine Kügelchen. Auf größere Steinchen sollte im Mundraum hingegen verzichtet werden, da sie zu Verletzungen führen können und außerdem ein Störfaktor beim Essen sind. Wer sich ein Piercing im Mundraum stechen lassen möchte, der sollte besonders auf die Zahn- und Zahnfleischhygiene achten. Also regelmäßig die Zähne putzen und gegebenenfalls eine antibakterielle Mundspülung verwenden.

Bauchnabel, Brustwarzen und Intimbereich

Eine sehr beliebte Stelle für ein Piercing ist der Bauchnabel. Meist lassen sich junge Frauen dort ein Piercing stechen, um es dann mit einem kurzen Oberteil in Szene zu setzen. Die Heilung im Bauchnabel kann bis zu 6 Monaten dauern. In dieser Zeit muss die Einstichstelle gut gereinigt und gepflegt werden. Eine aufmerksame Pflege ist beispielsweise auch beim Septum-Piercing nötig. Weitere Auskunft dazu findet man hier im Internet oder auf direkte Nachfrage im Piercingstudio. Weitere Bereiche sind auch die Brustwarzen und der Intimbereich. In Allgemeinen sollte es in diesen Bereichen zu keinen größeren Problemen kommen. Durch die gereizten Stellen kann es jedoch im Anschluss, beim Tragen der Kleidung, etwas unangenehm werden.

Keine Piercings in der Nähe von Nervensträngen

Unser Körper ist fast vollständig mit Nerven durchzogen. Alle unsere Körperfunktionen werden aus dem Nervensystem gesteuert. Beim Verletzen von Nervenbahnen kann es daher zu Einschränkungen einer oder mehrerer Körperfunktionen kommen. Daher sollte jeder Einstich in der Nähe von Nervenbahnen vermieden werden. Außerdem sind gereizte Nerven äußerst schmerzhaft.

Hier darf kein Piercing gestochen werden

Natürlich gibt es auch Körperstellen, an denen keinesfalls ein Piercing gestochen werden sollte. Seriöse Studios weisen auch darauf hin und würden sich im Falle einer Verletzung auch strafbar machen. Dazu gehören Bereiche entlang der Wirbelsäule oder der obere Rückenbereich. Auch im unteren Rückenbereich sollte darauf verzichtet werden, da sonst der Ischiasnerv verletzt werden könnte. Heftige Rückenschmerzen wären dann die Folge. Auch entlang der Arme sowie den Ober- und Unterschenkeln sollte verzichtet werden, da hier wichtige Nervenbahnen entlanglaufen.

Zusammenfassung

Wer sich ein Piercing stechen lässt, dem sollte bewusst sein, dass es sich dabei um einen Einstich unter die Haut handelt und daher grundsätzlich mit Entzündungen zu rechnen ist. An Augenbrauen, Nase, Ohren, Lippen und Zunge ist es oft kein Problem ein Piercing sicher stechen zu lassen. Wenn dies von einer Fachperson ausgeführt wird, sollten bei der Heilung auch keine Probleme auftreten. Entlang von Nervenbahnen, im Rückenbereich sowie an den Armen und Beinen sollte allerdings auf ein Piercing verzichtet werden.