Larynx – Medizinisches Glossar

Larynx lautet der medizinische Fachbegriff für den Kehlkopf.
Dieser befindet sich zwischen Rachen und Luftröhre. Er besteht aus
verschiedenen Strukturen und erfüllt zwei wichtige Funktionen: Zum einen
verschließt er die Luftröhre mit dem sogenannten Kehldeckel, so dass keine
Speisen in hinein gelangen können. Zum anderen verfügt er auch über die
sogenannten Stimmlippen, die für die Erzeugung der menschlichen Stimme
zuständig sind.

Erkrankungen des Kehlkopfs: Typische Symptome und
Untersuchungen

Der Larynx kann auf ganz unterschiedliche Weise geschädigt
werden oder erkranken. Allerdings ist die Differentialdiagnose nicht immer ganz
einfach. In jedem Fall sollten sich Betroffene bei auftretenden Beschwerden an
einen Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde wenden. Dieser verfügt über
die nötigen Spezialinstrumente für eine umfassende Untersuchung sowie natürlich
auch über die nötige fachliche Erfahrung.

Grundsätzlich zeigen sich Erkrankungen des Kehlkopfs zum
Beispiel durch Schmerzen, Rötungen und Schwellungen, Schluckbeschwerden,
Hustenreiz, Heiserkeit bis hin zum Stimmverlust, in fortgeschrittenen Fällen
auch Atembeschwerden. Auch bei einer ganz normalen Erkältung kann der Laryx in
Mitleidenschaft gezogen werden. Darüber hinaus kann eine genetische Prädisposition
dazu führen, dass Betroffene besonders häufig zum Beispiel unter
Schluckbeschwerden und Heiserkeit leiden. In allen Fällen gilt: Halten die
Beschwerden länger an oder kehren sie häufig zurück, dann sollte ein Facharzt
zu Rate gezogen werden. Er kann zum Beispiel mit Hilfe des Stirn- oder
Kehlkopfspiegels eine erste Einschätzung vornehmen. Soweit nötig, kann auch ein
Laryngoskop zur genaueren Untersuchung in den Rachenraum eingeführt werden. Die
Tastuntersuchung gehört ebenfalls zu den typischen Diagnosemöglichkeiten, die
einem erfahrenen Arzt bereits Aufschluss über mögliche Erkrankungen geben kann.
Zur weiteren Abklärung stehen soweit nötig auch moderne bildgebende Verfahren
wie die Computertomografie zur Verfügung.

Larynx: Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten

Neben angeborenen Fehlbildungen des Kehlkopfs kann dieser
auch im Laufe der Zeit erkranken. Im Rahmen einer stärkeren Erkältung oder
einer echten Influenza ist zum Beispiel eine Laryngitis, also eine
Kehlkopfentzündung, möglich. Darüber hinaus kann eine solche Entzündung
wiederum Symptom einer anderen Infektionserkrankung wie zum Beispiel Diphterie
sein. Auch deshalb ist eine sorgfältige Abklärung hier unbedingt notwendig.

Veränderungen des Gewebes können gut- oder bösartig sein.
Insbesondere bei Rauchern kann das Risiko für Kehlkopfkrebs deutlich erhöht
sein. Aus diesem Grund führen HNO-Ärzte bei Patienten, die Raucher sind,
mitunter auch präventive Untersuchungen regelmäßig durch. Veränderungen des
Kehlkopfes können so mitunter rechtzeitig erkannt werden.

Erkrankungen und Schädigungen der Stimmritze bzw.
Stimmlippen machen sich schnell an der Stimme bemerkbar. Neben Entzündungen
sind hier auch mitunter dauerhafte Lähmungen oder weitere Beeinträchtigungen
möglich.

Die Behandlung richtet sich nach der zu Grunde liegenden
Ursache. Mitunter wird aber auch, wie beispielsweise bei erkältungsbedingter
Kehlkopfentzündung, symptomatisch behandelt. Hier sind spezielle Sprays für den
Rachenraum, allgemein entzündungshemmende und erkältungsstillende Mittel
denkbar. Bösartige Veränderungen oder die Stimme verändernde Krankheiten
erfordern mitunter einen chirurgischen Eingriff.