Therapie bei Harnröhrenstriktur

Die Gesundheit ist ein sehr wichtiger Faktor im Leben, gerade mit zunehmendem Alter gibt es immer mehr Beschwerden und Aspekte, die bedacht werden müssen. Regelmäßige Untersuchungen und die richtige Vorsorge helfen dabei, den Körper gesund zu halten, es gibt aber auch Krankheiten, die nicht immer zu erwarten sind. Dazu gehört auch eine Harnröhrenstriktur, die auch als Harnröhrenverengung bezeichnet wird.

Was ist eine Harnröhrenstriktur im medizinischen Sinne?

Hinter der Harnröhrenverengung / Harnröhrenstriktur verbirgt sich eine Verengung der Harnröhre, die durch Narbengewebe verursacht ist. Das bedeutet, dass die Harnröhre nicht mehr den typischen Durchfluss an Urin gewähren kann, was diverse Folgen haben kann. Zumeist sind Männer von diesem Problem betroffen, bei Frauen liegt der Anteil der Erkrankten deutlich geringer.

Wie kann eine Harnröhrenverengung entstehen?

Doch zunächst einmal zu den Auslösern für eine Harnröhrenstriktur. Eine sehr seltene Form ist die angeborene Harnröhrenverengung, die als Missbildung an den äußeren Genitalien auftritt. Die häufigste Ursache stellen aber erworbene Verengungen dar, die zum Beispiel durch Blasenkatheter, Beckenbrüche, dumpfe Schläge auf den Unterleib, Infekte oder Tumore ausgelöst werden können.

Wo kann eine Harnröhrenstriktur auftreten?

Eine Harnröhrenstriktur kann an verschiedenen Punkten der Harnröhre auftreten, genauer gesagt lassen sich folgende Lokalisationen nennen: prostatische Harnröhre, membranöse Harnröhre, bulbäre Harnröhre, penile Harnröhre sowie Fossa navicularis. Zwischen Harnblase und Eichel des Penis können also verschiedene Verengungen auftreten.

Welche Symptome treten bei diesem Krankheitsbild auf?

Die Hauptursache bei einer Harnröhrenstriktur ist ein schwächerer Urinstrahl, der sogar komplett ausbleiben kann, wenn die Verengung ein extremes Ausmaß annimmt. Ein verdrehter Urinstrahl sowie eine Restharnbildung sind weitere Symptome dieser Erkrankung. Gerade die Restharnbildung kann zu Infektionen führen, in extremen Fällen ist gar eine Schädigung der Nieren durch eine Harnröhrenstriktur möglich.

Welche Methoden zur Heilung gibt es?

Bei einer Harnröhrenstriktur wird im Regelfall eine Operation durchgeführt, da es nur auf operativem Wege möglich ist, diese zu beheben. Eine Operationsmethode ist die sogenannte Urethrotomie, bei der die Verengung mit einem Messer aufgeschnitten und durch einen Blasenkatheter offen gehalten wird.

Als weitere Variante gilt eine Rekonstruktion mit Mundschleimhaut, speziell bei schwereren Fällen und längeren Verengungen. Bei dieser Methode wird die Harnröhre durch ein Stück der Mundschleimhaut erweitert, die Entnahme erfolgt dabei aus der Unterlippe oder der Wange des Patienten.

Es gibt aber noch eine dritte Variante, die der Transplantation mit Mundschleimhautzellen, die als bisher beste Methode gilt, jedoch nur in wenigen Krankenhäusern verfügbar ist.

Welche Vorteile bietet die Rekonstruktion mit Mundschleimhautzellen?

Zunächst einmal ist es so, dass die Rekonstruktion mit Mundschleimhautzellen ein schonendes und modernes Behandlungsverfahren darstellt, das zudem mit sehr guten Heilungschancen aufwartet. Auch der Umstand, dass kein Mundschleimhautlappen entnommen werden muss, ist ein großer Vorteil.

Wie erfolgt die Behandlung mit Mundschleimhautzellen?

Zunächst einmal werden die Zellen entnommen, um über einen Zeitraum von drei Wochen ein Implantat zu züchten. Nach diesen drei Wochen kann die Transplantation beim Patienten erfolgen. Unterstützt wird der Heilungsprozess mit einem behördlich genehmigten Arzneimittel für neuartige Therapien, das auf den Namen MukoCell hört.

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