Rheuma erkennen und behandeln

Rheuma betrifft vor allem die Gelenke und ist in Deutschland recht verbreitet. Wenn die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt wird, können die schmerzhaften Entzündungen in den Gelenken zu andauernden Schmerzen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die richtige Diagnose früh gestellt wird.

Was ist Rheuma?

Es handelt sich um eine Erkrankung, welche bei Frauen ab einem Alter von rund 65 Jahren wesentlich häufiger vorkommt als bei Männern oder jüngeren Menschen. Die Autoimmunerkrankung sorgt dafür, dass sowohl die Gelenkhaut als auch der Gelenkknorpel angegriffen werden. In der Folge entstehen Entzündungen, welche eine Verdickung des Bindegewebes mit sich bringen. Das führt nicht nur zu Schmerzen, sondern kann auch de Beweglichkeit der betroffenen Gelenke beeinträchtigen. Wenn es sich bei einer Erkrankung tatsächlich um Rheuma handelt, kann der Online-Orthopäde entsprechende Hilfsmittel anfertigen.

So entsteht Rheuma

Mediziner gehen davon aus, dass Rheuma vor allem erblich bedingt auftritt. Wird es nicht auf Anhieb erkannt und behandelt, so werden die Entzündungen an den Gelenken mit der Zeit schlimmer. Wenn neben den Gelenken auch Sehnen und Schleimbeutel in Mitleidenschaft gezogen werden, so nimmt auch die Unbeweglichkeit zu. In der Folge bewegen sich Betroffene weniger, was die Krankheit noch weiter verschlechtern kann. Rheuma kann auch aufgrund von äußerlichen Einflüssen entstehen. Dazu gehören unter anderem verschiedene Infektionen sowie Autoimmunerkrankungen.

Rheuma erkennen

Rheuma kann entweder plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln. Betroffen sind gerade im Anfangsstadium eher die kleinen Gelenke der Finger und Zehen. Auch das Bewegen der Handgelenke kann Schmerzen verursachen. Wenn die Gliedmaßen gerade am frühen Morgen oder bei niedrigen Temperaturen unbeweglich sind, deutet das ebenfalls auf eine rheumatische Erkrankung hin.

Recht häufig ist auch die Halswirbelsäule betroffen. Das macht sich mit einem Knacken bei Bewegungen und einem beginnenden Kopfschmerz bemerkbar. Ärzte stellen Rheuma in der Regel anhand verschiedener Kriterien fest. Wenn die Schmerzen mindestens sechs Wochen am Stück anhalten und sichtbare oder tastbare Rheumaknoten auftreten, dann steht fest: Der Patient ist an Rheuma erkrankt.

Die Behandlung von Rheuma

In der Regel verfolgt eine Behandlung gleich zwei wichtige Ziele. Erstens sollen die Schmerzen möglichst minimiert werden und Schwellungen müssen abnehmen. Zweitens soll die Entzündungsaktivität auf ein niedriges Level gebracht werden, damit sich die Krankheit und der allgemeine Zustand des Körpers mit der Zeit nicht verschlechtert.

Generell wird unterschieden zwischen einer unterstützenden Therapie und der sogenannte Basistherapeutika. Hier geht es darum, den Betroffenen wirksame Medikamente zu verschreiben und eine Physiotherapie anzuwenden. Bei den Basistherapeutika werden verschiedene Präparate miteinander kombiniert, welche allesamt ein Ziel haben: Die Aktivität des Immunsystems soll positiv beeinflusst werden.

Bei der Behandlung mit Immunsuppressiva wird ebenfalls eine zu starke Aktivität des Immunsystems mithilfe von Medikamenten unterdrückt. Kommen Biologika zum Einsatz, so werden im Labor Antikörper künstlich hergestellt, die auslösende Faktoren für das schmerzhafte Rheuma aus der Welt schaffen sollen. Diese Therapie hat weniger Nebenwirkungen und gilt daher als besonders verträglich. Allerdings handelt es sich hier um einen recht neuen Ansatz.

Mit individueller Behandlung zum Erfolg

Rheuma ist keine unkomplizierte Krankheit. Vor allem die allgemeine körperliche Konstitution entscheidet darüber, welche Behandlung zur Anwendung kommt. Handelt es sich um einen sehr alten Patienten, werden in der Regel andere Methoden bevorzugt als bei jungen Menschen. Zudem ist das Stadium des Rheumas ausschlaggebend dafür, welche Medikamente und Therapien überhaupt anschlagen werden. Operative Eingriffe werden bei dieser Erkrankung kaum ausgeführt. Mit einer Physiotherapie können hingegen Erfolge erzielt werden, welche die Lebensqualität der Erkrankten verbessert.

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