Potenziell positive Auswirkungen einer Eigenbluttherapie

Die Behandlung mit geringen Mengen eigenen Blutes kann bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen angewendet werden. Im Rahmen einer sogenannten Eigenbluttherapie werden zwischen 0,5 und 2,0 Milliliter eigenes Blut abgezapft, angereichert und anschließend wieder eingespritzt. Doch wie genau funktioniert das Verfahren und bei welchen Krankheiten kann es Anwendung finden?

Die Behandlung mit Eigenblut ist keine neue Erfindung, ganz im Gegenteil. Sowohl unter Heilpraktikern als auch unter Ärzten haben entsprechende Behandlungen eine lange Tradition. Ursprünglich geht diese Form der Behandlung auf den Chirurgen August Bier (1861 – 1949) zurück. Er kam als Erstes auf den Gedanken, dass Blut wohl eines der natürlichsten Reizmittel sei. In der Naturheilkunden werden vornehmlich Allergien durch entsprechende Therapien behandelt. Kann aber auch bei anderen Erkrankungen oder auch zur ästhetischen Behandlung eingesetzt werden.

Wie funktioniert das Verfahren?

 Die Eigenbluttherapie (auch Eigenblutverfahren), stellt in vielen Fällen eine Alternative zu Operationen oder der Injektion von beispielsweise Kortison. Prinzipiell handelt es sich bei einer solchen Therapie um eine unspezifische Reiztherapie und dient der Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte. Dem Körper werden also von außen Reize zugeführt, welche die Selbstregulation des Körpers stimulieren und so zu einer Verbesserung führen soll. Ein bekannteres Beispiel für eine solche Behandlung sind etwa regelmäßige kalte Badekuren oder auch das Saunieren.

Welche Ansätze gibt es?

Im Rahmen der Therapie wird das Blut wird klassisch aus einer Vene entnommen und anschließend aufbereitet oder aber direkt unter die Haut oder in die Muskulatur gespritzt.

Die Aufbereitung kann man sich so vorstellen, dass dem entnommenen Blut Sauerstoff, Arzneimittel oder andere Stoffe beigemengt werden. Das so anschließend wieder injizierte aufbereitete Blut wird vom Körper als ein fremder Reiz wahrgenommen, da es nicht in die Vene, sondern in die Haut oder die Muskulatur gespritzt wird. Die hierdurch herbeigeführte lokale Entzündung zwingt den Organismus zu reagieren und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. In manchen Fällen wird dem Blut bei der Aufbereitung auch mit Ozon versetzt. Diese im Rahmen der Ozontherapie durchgeführten Maßnahme soll für eine bessere Versorgung des Blutes mit roten Blutkörperchen sorgen.

In der Regel erfolgt eine Entnahme und anschließende Injektion im Rahmen einer Eigenbluttherapie acht- bis zehnmal. Die genaue Form und das Intervall hängen davon sehr stark auch von der jeweiligen Krankheit ab und müssen immer im Einzelfall erörtert werden. Allgemein kann man sagen, dass die Intervalle geringer ausfallen sollten, wenn die Krankheit akut ist, bei chronischen Krankheiten hingegen können die Intervalle bei kleinerer Dosierung länger sein.

Für wen eignen sich entsprechende Therapien?

Es gibt eine Vielzahl an Beschwerden und Erkrankungen, die sich mit einer Eigenbluttherapie effektiv behandeln lassen können. Dazu zählen unter anderem:

  • akute Infekte (Magen-Darm, Bronchitis o.ä)
  • allergische Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma o.ä)
  • allgemeine Abwehrschwäche (Immunkrankheiten oder Stoffwechselprobleme)
  • chronische Entzündungen (Divertikulose, Morbus Crohn o.ä)
  • Hauterkrankungen (Neurodermitis o.ä)
  • Kreislauferkrankungen (Durchblutungsstörungen)
  • rheumatische Erkrankungen

Personen mit Blutgerinnungsstörungen oder solche, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen, können eine solche Eingenbluttherapie nicht in Anspruch nehmen. Unter folgendem Link gelangt man zu ausführlichen, weiterführenden Informationen rund um das Thema Eigenbluttherapie.

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