Magenbypass oder Magenband – was bringt mehr Vorteile?

Bei Menschen mit extremem Übergewicht helfen manchmal keine Diäten und keine sportliche Betätigung. Dank der Adipositaschirurgie kann den Betroffenen aber geholfen werden. Sie haben die Wahl zwischen einem Magenbypass und einen Magenband. Beide chirurgischen Eingriffe verändern den Magen und somit auch die Verdauung. Doch was ist die bessere Wahl?

Ausführliche Beratung notwendig

Ein Magenband kann man sich wie einen Gürtel vorstellen, der um den Magen gelegt wird. Das Ziel des Magenbypasses ist es, den Magen zu verkleinern. Zusätzlich wird eine Darmschlinge gezogen, um die Verdauungsstrecke zu verkürzen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Während der Eingriff mittels Magenband wieder rückgängig gemacht werden kann, ist der Magenbypass eine Entscheidung für das gesamte weitere Leben. Schon aus diesem Grund sollte eine Operation am Magen stets erst nach ausführlichen Beratungsgesprächen durchgeführt werden.

Magenbypass langfristig günstiger

In einer Studie fand man heraus, dass es bei 3 Prozent der Patienten mit Magenbypass und nur bei 1,3 Prozent der Patienten mit Magenband zu Komplikationen kam. Natürlich ist dies auch der Tatsache geschuldet, das der Magenbypass einen deutlich größeren Eingriff als die Magenband-OP darstellt. Auf lange Sicht jedoch bietet der Magenbypass die größeren Vorteile. Innerhalb von 6 Jahren mussten sich in der Testgruppe nur 5,5 Prozent der Fälle einer erneuten Operation unterziehen, während es bei den Patienten mit Magenband 13,7 Prozent waren.

Auch wenn die Ergebnisse dieser Studie eine deutliche Sprache sprechen: jeder Mensch ist ein Individuum und daher kann nur zusammen mit dem behandelnden Arzt entschieden werden, welche Variante für den einzelnen Patienten empfehlenswert ist.

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