Magen-OP bei Adipositas

Immer mehr Menschen leiden an Übergewicht. Laut einer Studie des Robert-Koch-Institutes sind 24 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer adipös, das heißt, ihr Body-Mass-Index (BMI) liegt über 30 kg/m². Die Ursachen dafür sind meist in einer ungesunden Ernährung und in einem Mangel an Bewegung zu suchen.

Kampf gegen die Pfunde oft vergeblich

Übergewichtige Menschen können fast immer eine lange Geschichte über die verschiedensten Abnehmversuche berichten. Angefangen von Lowe Fett 30 über FDH bis hin zur Trennkost haben sie meist schon etliche Diäten hinter sich. Sie absolvierten Nordic-Walking-Programme, meldeten sich im Schwimmverein an und versuchten es mit Abnehmen im Schlaf. Auch wenn hin und wieder ein paar Pfunde purzeln – eine dauerhafte Gewichtsreduktion gelingt wohl leider den wenigsten übergewichtigen Menschen. Und so drohen mit steigendem Gewicht Gesundheitsschäden wie Diabetes und Gelenkprobleme sowie Einschränkungen in der Mobilität und ein Verlust des Selbstwertgefühles.

Dauerhaft vom Übergewicht befreit durch Magen-OP

Eine Umstellung der Ernährung und regelmäßiger Sport sind natürlich das A und O, wenn es darum geht, Gewicht zu verlieren. Doch gerade für Personen mit einem BMI über 40 reicht dies häufig nicht aus. Hier wäre eine Magen-OP eine echte Chance, um dauerhaft von ihrem Übergewicht befreit zu werden. Die Chirurgie bietet dazu zwei Möglichkeiten: den Schlauchmagen und den Magenbypass. Beim Schlauchmagen wird der größte Teil des Magens operativ entfernt, so dass nur noch eine Art Schlauch übrigbleibt. Somit kann der Betroffene nur noch kleine Mengen auf einmal zu sich nehmen und es stellt sich deutlich schneller ein Sättigungsgefühl ein. Anders beim Magenbypass. Hier bleibt der Magen erhalten, wird aber mit einer Klammernaht geteilt. Die so entstandene kleine Magentasche kann nur wenig Nahrung aufnehmen – auch hier isst der Patient deutlich weniger und wird viel schneller satt. Bei beiden Varianten wird erreicht, dass sich die Menge der aufgenommenen Nahrung deutlich verringert – mit der Folge, dass der Betroffene weniger Kalorien aufnimmt.

Krankenkasse muss Eingriff zustimmen

Die Zahl der Übergewichtigen steigt immer weiter an, doch nur ein verschwindend geringer Teil von ihnen unterzieht sich einer Magen-OP. Zwar interessieren sich viele Betroffene für diese Methode, jedoch scheitert es häufig an der Kostenübernahme. Die Krankenkassen müssen einer Magen-OP bei Übergewichtigen zustimmen – und genau hier liegt der Haken. Leider weigern sich die Kassen häufig, die Kosten für den Eingriff zu übernehmen. Ein Magenbypass oder eine Schlauchmagen-OP kosten je nach Klinik zwischen 7.000 und 10.000 Euro; eine Summe, welche wohl die wenigsten Patienten einfach so auf den Tisch blättern können. Auch wenn die Krankenkassen häufig den Antrag auf eine Magen-OP ablehnen – ein Versuch ist es zumindest wert.

Patienten, welche sich einer Magen-OP unterzogen haben, bereuen diesen Eingriff in der Regel nicht. Durch einen Schlauchmagen oder einen Magenbypass wird es häufig erst möglich, sich dauerhaft von der Adipositas zu befreien und Gesundheitsschäden durch etliche Kilos zu viel zu vermeiden.

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