Freibad und Badesee als Gesundheitsrisiko

Vor allem an warmen Sommertagen zieht es die Menschen in Scharen an Badeseen und in Freibäder. Das hier ein Gesundheitsrisiko besteht, wollen die meisten nicht wissen und genießen die zwischenzeitliche Abkühlung im kalten Nass. Pilze, Würmer und Bakterien können jedoch fatale Folgen mit sich bringen und sind für das bloße Auge kaum zu erkennen, sodass weder die Farbe noch die Klarheit des Wassers klar aussagen, ob und wenn ja, wie viele Bakterien in Becken oder Seen schwimmen. Doch welche Krankheiten warten detailliert auf Besucher und wie können sich betroffene Personen am besten schützen?

Welche Krankheiten gibt es und wie schützt man sich?

Saugwürmer verursachen Hautausschlag: Saugwürmer tummeln sich in zahlreichen Seen und können allen Beteiligten schnell den Badespaß verderben. Die Larven der Würmer haben sich eigentlich auf das Befallen von Wasservögeln spezialisiert, setzen sich jedoch auch am Menschen fest. Sie lösen die sogenannte Badedermatitis aus. Der erste Kontakt der Würmer auf der menschlichen Haut wird kaum bemerkt. Immer wieder kommt es zu mückenstichähnlichen roten Flecken, welche jedoch kaum bis gar nicht jucken. Obwohl das Immunsystem die Würmer schnell abtötet, entsteht trotzdem eine Sensibilisierung, sodass es bei einem zweiten Kontakt an der Haut zu einem sehr stark juckenden Hautausschlag kommen kann. Dieser kann sich auf den kompletten Körper ausbreiten. Die Hautveränderungen sind sehr unangenehm, heilen jedoch mit einer speziellen Salbe innerhalb von 20 Tagen wieder ab. Leider kann man sich hier nicht schützen.

Intiminfektion nach dem Baden: Vor allem beim Baden in Naturgewässern kommt es immer wieder zu Intiminfektionen. Schuld daran sind spezielle Bakterien und Hefepilze. Hier sind meistens Frauen betroffen. Erste Anzeichen für eine solche Infektion sind Juckreiz und Ausfluss. Aufgrund der Tatsache, dass eine solche Infektion zu einer starken Blasenentzündung oder einer Eileiterentzündung führen kann, sollten sich betroffene Frauen umgehend von einem Arzt behandeln lassen. Um sich bestmöglich zu schützen, sollten Badegäste nach dem Baden besonders gründlich duschen.

Fußpilz und Warzen: Ganz im Gegensatz zu einem Badesee sind im Schwimmbad verhältnismäßig wenige Bakterien vorhanden. Diese werden durch die Verwendung von Chlor abgetötet und desinfiziert. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um eine keimfreie Zone. Vor allem auf den nassen Fliesen in den Umkleidekabinen und Duschen fühlen sich Erreger von Warzen und Fußpilz besonders wohl und vermehren sich in Windeseile. Hat man sich erst einmal eine Warze oder einen Fußpilz eingefangen, kann es schmerzhaft und unangenehm werden. Hier sollten Betroffene sich direkt ein spezielles Warzenmittel besorgen. Badegäste, die Badeschlappen tragen und sich sowohl vor dem Baden als auch danach gründlich abduschen, schützen sich bestmöglich vor Fußpilz und Warzen. Weitere Informationen zum Thema Warzen finden Sie hier.

Messungen in Badeseen

Quelle: http://www.verbaende.com/news.php/Keime-im-flachen-Wasser–die-unsichtbare-Gefahr-fuer-Kinder-Jede-siebte-Messstelle-im-ADAC-Badegewaessertest-mit-zu-hohen-Keimkonzentrationen-Beste-Wasserqualitaet-im-Langener-Waldsee-Lusssee-A?m=91430

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