Eigenblutbehandlung gegen Gesichtsfalten

Alternde Haut und der Wunsch nach jungerem Aussehen lässt Tausende von Frauen aber auch Männern jährlich die ästhetische Medizin in Anspruch nehmen. Der Trend geht vermehrt in Richtung natürlicher Behandlung, weg von chemischen Substanzen. Mit einer neuartigen Methode, der so genannten PRP-Plasma-Behandlung, soll nun körpereigenes Blut zuverlässig helfen, die Haut zu verjüngen und Falten zu glätten.

Wie funktioniert die PRP-Plasma-Methode?

Dabei wird dem Eigenblut überwiegend mit Thrombozyten angereichertes Plasma entzogen (plättchenreiches Plasma =PRP) und unter die betroffenen Hautpartien gespritzt. Es entsteht eine so genannte Biostimulation, die sich auf die Hautzellen auswirkt und auf diese Weise elastische sowie kollagene Fasern in ihrer Produktion anregt. Diese sind dafür verantwortlich, dass mit zunehmendem Alter die Faltenbildung beginnt. Die Eigenschaften der Hautzellen lassen nach. Durch die PRP-Methode werden die Fasern erneuert, die Spannkraft wieder hergestellt, die Haut strafft und das Bindegewebe stärkt sich.

Für wen eignet sich die PRP-Methode?

Die rein biologische Faltenglättung lässt sich sowohl an den zarten Augenregionen anwenden, als auch für abfallende Wangen, den Hals und das Dekoltee. Hände, deren Haut an Spannkraft verloren hat, sind mit der PRP-Methode ebenfalls zu behandeln. Narben können unterspritzt werden, sodass diese sich zu einer geschmeidigen Hautfläche entwickeln. Dazu gehören auch Schwangerschaftsnarben, die bei Männern oft nach starker Gewichtsabnahmen oder Muskelverlust entstehen können. Eingeschränkte Behandlungsbereiche sind nicht bekannt, sodass die PRP-Methode vom Oberschenkel über die Bauchdecke, dem Gesicht bis hin zu den Armen für Frauen und Männer jeden Alters anwendbar ist.

Behandlungsverlauf der Eigenblutbehandlung

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt. Für die PRP-Methode muss dem Patienten Blut abgenommen werden, welches unverzüglich zentrifugiert wird, um das thrombozytenreiche Plasma zu gewinnen. Anschließend wird es mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und kann je nach Bedarf und behandelndem Arzt auch zusätzlich mit weiteren strukturfördernden Substanzen kombiniert werden. Das Plasma ähnelt in seiner Konsistenz dann einem Gel, welches dem Patienten mit einer Mikrokanüle direkt unter die betroffenen und gewünschten Hautpartien gespritzt wird. Diese werden vor dem Einspritzen gründlich gereinigt und Mithilfe einer Anästesiecreme betäubt. Nach dem Einspritzen nimmt das Volumen sofort zu und die Zellregeneration nimmt ihren Anfang. Sie ist nach rund vier bis sechs Wochen abgeschlossen. In der Regel sind zwei bis drei Behandlungen notwendig, um ein sichtbares Ergebnis zu erzielen, welches für rund ein Jahr anhält. Nach der Behandlung kann eine Creme die Kollagenproduktion zusätzlich fördern. Die Creme muss dann vom Patienten täglich auf die behandelten Hautstellen aufgetragen werden.

Vor- und Nachteile der PRP-Methode

Der auch als Dracula- oder Vampir Lifting bezeichnete Prozess beruht auf körpereigenem Stoffen, sodass kein Fremdprodukt Verwendung findet. Die Behandlung wird ambulant durchgeführt, erste Ergebnisse der Faltenglättung sind sofort sichtbar. Bereits nach kurzer Zeit stellt sich eine verbesserte Spannkraft der Haut ein. Zudem kann die Behandlung auch großflächig erfolgen. Die PRP-Methode wird schmerzfrei durchgeführt.

Die 100 Prozent rein biologische Behandlung ist frei von Nebenwirkungen. Durch das Einspritzen biologischen Materials wird bei der PRP-Methode das Risiko einer Unverträglichkeit oder allergischen Reaktion praktisch auf Null reduziert. Dennoch können leichte Schwellungen, Rötungen der Haut sowie Blutergüsse aus der Behandlung resultieren. Sie klingen jedoch rasch ab. Nachteilig gegenüber anderen Anti-Aging-Methoden sind allenfalls die regelmäßigen Behandlungswiederholungen.

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