Die Rhinoplastik: Eine anspruchsvolle OP

Kaum ein anderes Organ prägt so sehr unsere Gesichtszüge wie die Nase. Sie steht buchstäblich im Mittelpunkt und nimmt direkten Einfluss auf die Proportionen des Gesichts. Nicht jeder ist jedoch mit seiner von der Natur gegebenen Nase zufrieden oder glücklich. Aus diesem Grund gehört die Nasenoperation (Rhinoplastik) wohl zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie. Erfahren Sie mehr über die Indikationen, Vorbereitung und Durchführung der OP, sowie die Nachsorge.

Indikationen und Vorbereitungen für eine Rhinoplastik

Sowohl aus ästhetischen als auch aus medizinischen Gründen entscheiden sich viele Menschen für eine Nasenkorrektur. Zu den häufigsten Auffälligkeiten gehören sogenannte Höcker- oder Sattelnasen, aber auch Knollen-, Ballon- und Breitnasen. Eine verdickte Nasenspitze (Cherry Tip Deformity) sowie eine durch eine schief verlaufende Nasenscheidewand asymmetrische Nase reihen sich in die Liste der Indikationen ein. Da der Aufbau der Nase sehr komplex ist und die OP zu den anspruchsvollsten der Gesichtschirurgie zählt, sollten sich interessierte Patienten im Vorfeld sehr genau informieren. In einer Community zu Nasen-OP / Rhinoplastik berichten viele bereits Operierte über ihre Erfahrungen. Außerdem führt der behandelnde Facharzt der Plastischen und Ästhetischen Medizin im Vorfeld Untersuchungen zur Atemwegfunktion als auch Riechfähigkeit durch. Anhand von Fotos und Computeranimationen bzw. Zeichnungen wird ein Entwurf der gewünschten Nasenform erstellt. Außerdem erläutert der Mediziner die individuelle OP-Methode der Rhinoplastik als auch die damit verbundenen Risiken.

Die OP erfordert einen stationären Aufenthalt

In aller Regel werden Nasenoperationen in Vollnarkose durchgeführt und dauern zwischen 60 und 120 Minuten. Ein Krankenhausaufenthalt von ein bis zwei Tagen ist hierbei obligatorisch. Je nach Operationstechnik finden die Chirurgen zumeist über kleine Schnitte in der Nasenhöhle Zugang zum Operationsfeld. Bei bereits operierten Nasen kann eine Schnittführung von außen erforderlich sein. Die korrigierte Nase wird im direkten Anschluss an den Eingriff für etwa 5 bis 14 Tage eingegipst oder mit einem Spezialpflaster fixiert. Tamponaden helfen gegen Nachblutungen. Aufgrund der äußerst komplexen Anatomie der Nase, die unterschiedlichste Gewebsstrukturen wie Knorpel, Bänder, Knochen oder Bindegewebe aufweist, sollten ausschließlich erfahrene Fachärzte diesen Eingriff durchführen.

Nach der Operation

Im Anschluss an den Eingriff ist für den Patienten absolute Ruhe und Schonung geboten. Etwa drei Wochen Ausfallzeit müssen die Operierten einkalkulieren. Starke Schwellungen und Blutergüsse verhindern zunächst die Gesellschaftsfähigkeit. Anfangs raten die Ärzte den Patienten, lediglich auf dem Rücken und mit erhöhtem Kopfteil zu schlafen. Sport, Sauna oder Sonnenbäder sind direkt nach der OP ebenfalls tabu. Für Brillenträger ist es ratsam, sich bereits vor dem Eingriff Kontaktlinsen zu besorgen, da das Tragen einer Brille für bis zu zwei Monate untersagt ist. Ausführliche Informationen zur Rhinoplastik liefert die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische und Plastische Chirurgie hier.

Fazit: Die Nasenkorrektur (Rhinoplastik) gehört zu den häufigsten Eingriffen der Gesichtschirurgie. Ausschließlich Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie sollten die OP durchführen. Patienten müssen für ihre neue Nase mit einer Ausfallzeit von bis zu drei Wochen kalkulieren und einen Krankenhausaufenthalt einplanen.

Quellen:
schoenheitsklinik.de
DGÄPC – dgaepc.de

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